Bei der Jahreshauptversammlung der EMI Group zeichnete Chairman Eric Nicoli vor den Aktionären das Bild eines gesunden Unternehmens mit ordentlichem Wachstum. Zugleich schickte er die Botschaft nach New York, dass Warner Music derzeit nicht mit einem erhöhten Übernahmeangebot zu rechnen braucht.
Das Management des britischen Majors sei weiterhin zuversichtlich, dass das Musikgeschäft angesichts der rasant wachsenden Nachfrage nach digitaler Ware gute langfristige Wachstumsraten ausweisen wird. Bei EMI stimme derzeit einfach alles, so Nicoli: hochkarätiger Veröffentlichungsplan, sehr hohe Zuwächse im digitalen Segment und erfolgreiche Umsetzung der Umstrukturierungs- und Sparpläne. Weitere 30 Mio. Pfund (43,6 Mio. Euro) will der Vorstand bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres einsparen; in den letzten fünf Jahren habe man die jährlichen Ausgaben bereits um 150 Mio. Pfund (218 Mio. Euro) reduzieren können.
Das Unternehmen stehe also aus eigener Kraft gut da und strebe weiterhin die Übernahme der Warner Music Group (WMG) an. Auch wenn die Amerikaner das letzte EMI-Angebot in Höhe von 31 Dollar pro WMG-Aktie ausgeschlagen haben, bleibt der Vorstand dabei: Diese Offerte biete umfassenden und angemessenen Wert für die Shareholder beider Majors – 31 Dollar liegen auch weiterhin auf dem Tisch.
Zudem gab Nicoli Einblick ins laufende Geschäft: Im aktuellen Fiskaljahr seien derzeit die Veröffentlichungen von KT Tunstall, Corinne Bailey Rae, The Kooks und Diam’s die Topseller. Tunstalls Debütalbum „Eye To The Telescope“ habe inzwischen mehr als drei Mio. Einheiten verkauft, das von Bailey Rae liegt derzeit bei über 1,5 Mio. Exemplaren.
Darüber hinaus liegt auch EMIs Japan-Star Hikaru Utada weiter gut im Rennen: Die aktuelle Platte „Ultra Blue“ kommt momentan auf eine Mio., die digitalen Produkte zu diesem Album verzeichnen bislang vier Mio. Verkäufe. Im restlichen Teil des laufenden Geschäftsjahres sollen u.a. VÖs von Norah Jones, Robbie Williams, Janet Jackson, Joss Stone, Keith Urban, Dierks Bentley und den Beatles für gute Zahlen sorgen.






