Recorded & Publishing

Neue Regelung erleichtert europaweites Lizenzieren

Eine Vereinbarung zwischen der IFPI und den europäischen Verwertungsgesellschaften soll das grenzüberschreitende Lizenzieren für digitale Musikdienste künftig erheblich vereinfachen.

Eine Vereinbarung zwischen der IFPI und den europäischen Verwertungsgesellschaften soll das grenzüberschreitende Lizenzieren für digitale Musikdienste künftig erheblich vereinfachen.

So soll es laut IFPI-Angaben für digitale Dienste, digitale Radiosender oder Podcaster einfacher werden, Lizenzen zu erhalten, um Musik in verschiedenen Territorien zu streamen. Die neue Vereinbarung soll den Rahmen schaffen für die kollektive Lizenzierung der Produzentenrechte für gewisse Streaming- und Podcast-Services in verschiedenen Märkten.

In der Praxis erhalten teilnehmende Verwertungsgesellschaften die Möglichkeit, Rechte an die jeweils anderen Territorien und auch Repertoire für Online-, Mobile-, Stream- und Podcast zu lizenzieren. Zugleich können sich Sendeanstalten und Onlinemusikdienste aber auch weiterhin an Plattenfirmen wenden, um dort Lizenzen zu erhalten.

Vor dieser Neuregelung mussten grenzüberschreitende Onlinelizenzen bei jedem Territorium einzeln oder bei den jeweiligen Rechteinhabern eingeholt werden. Die nun geschlossene Vereinbarung bedeutet, dass man eine Lizenz für ein breites Repertoire und für alle teilnehmenden Territorien bei einer einzigen Verwertungsgesellschaft erhalten kann.

Es wird erwartet, dass sich mehr als 40 Verwertungsgesellschaften an dieser neuen Regelung beteiligen werden, womit die Schlüsselmärkte abgedeckt seien, teilt die IFPI mit.

„Das Mantra der Musikindustrie heißt lizenzieren, lizenzieren, lizenzieren“, erläutert Frances Moore, Regional Director Europe bei der IFPI. „Wir wollen, dass Konsumenten in der Lage sind, unsere Musik überall, zu jeder Zeit und mit jedem Player zu hören – solang das legal ist. Die neue Regelung wird den Lizenzierungsprozess weiterhin vereinfachen und hilft Sendeanstalten wie Onlinemusikdiensten, unsere Musik über die Grenzen zu liefern. Wir können nur hoffen, dass, andere Rechteinhaber bald folgen.“