Wie Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, ankündigt „werden die Charts als Trendmesser der erfolgreichen Musik künftig noch genauer die Vorlieben der Fans abbilden“. Die Charts orientieren sich laut Gebhardt künftig „primär an der Musik und den Künstlern, nicht mehr an bestimmten Tonträgerformaten“. Das neue System werde den vielfältigen neuen Konstellationen von der DVD bis zur CD-Extra „im Rahmen einheitlicher Strukturen Rechnung tragen“. Auch Downloads könnten künftig für die Erhebung der Hitlisten Berücksichtigung finden. Mit dem neuen System sei laut Dr. Hartmut Spiesecke, Leiter Öffentlichkeitsarbeit von Bundesverband Phono und IFPI, „Schluss mit dem Formatwirrwarr“.
Gebhardt verspricht, dass die Charts mittels „der Integration von Audio-, Video- und Mischformaten noch näher am Musikfan sein werden“. Für die Überarbeitung des Regelwerks zeichnet der Chart- und Marketingausschuss des Bundesverbandes unter Leitung von Christian Wolff und Dr. Carl Mahlmann verantwortlich. Vorgabe war es, „Ordnung in die Vielfalt der technischen und inhaltlichen Angebote zu bringen“. Als weitere Ziele des neuen Charts-Systems definiert der Bundesverband Phono eine Vereinfachung der Regeln und die Förderung neuer Marketingideeen, Formate und Distributionswege, um letzlich „dem bedrängten Markt neue Impulse zu geben“.





