Recorded & Publishing

Net Mobile arbeitet nicht mehr mit Logoland

Die Firma Net Mobile bezieht erneut Stellung zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Abrechnungsbetrug und Urheberrechtsverletzung im Klingeltongeschäft. Zudem beendet das Unternehmen die Geschäftsbeziehungen mit Logoland.

Auf einer Pressekonferenz bezog die Firma Net Mobile Stellung zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Abrechnungsbetrug und Urheberrechtsverletzung im Klingeltongeschäft. Dabei betonten Vertreter des Unternehmens, die Klingeltöne „in völliger Übereinstimmung mit den Lizenzabkommen zu vermarkten, die die Gesellschaft mit den Musikverlagen und der Urheberrechtsorganisation GEMA getroffen hat“. In „aller Entschiedenheit“ wehrt sich das Unternehmen gegen den Vorwurf, den von der Staatsanwaltschaft ebenfalls ins Visier geratenen Firmen Logoland und Logoplanet eine „rechtswidrige Möglichkeit geboten zu haben, ein etwaiges Vermarktungsverbot der Musikverlage vorsätzlich zu umgehen“. Von einer Erklärung, in der sich diese beiden Firmen gegenüber den Musikverlagen verpflichtet haben sollen, den Vertrieb von Klingeltönen zu unterlassen, will Net Mobile nichts wissen. Die Staatsanwaltschaft behauptet jedoch genau dies, dass Net Mobile in Kenntnis der Unterlassungserklärung von Logoland und Logoplanet gearbeitet habe. Mittlerweile hat die Düsseldorfer Firma reagiert und teilt mit: „Die Geschäftsbeziehung mit Logoland wird beendet.“

Auch die Vorwürfe zum Abrechnungsbetrug seien „sachlich falsch“, da die SMS-Zugangsnummern, die angeblich für „Erotic Chats“ registriert seien, beim Dienstleister Vodafone tatsächlich „für Premium-SMS-Services für mobile Entertainment, also insbesondere Klingeltöne und Logos“ gelistet seien. „Vollkommen haltlos“ sei zudem der Vorwurf, die Erlöse aus einer zweiten SMS, die beim Ordern von Klingeltönen für den Endverbraucher anfällt, würden den Rechteinhabern vorenthalten. „Die Vergütung sowohl der Autoren und der Musikverlage als auch der Kunden von Net Mobile erfolgte auf jeden Fall auf der Grundlage der von uns tatsächlich vereinnahmten Gebühren“, betont das Unternehmen.

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