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NARM-Händler debattieren digitale Zukunft

Die 49. Jahrestagung des US-Händlerverbands NARM brachte den Delegierten kaum neue Erkenntnisse. Das physische Geschäft sei trotz aller Einbrüche weiterhin Umsatzgarant Nummer eins. Doch in Sachen Onlineverkauf müssten die Mitglieder mehr unternehmen.

Die 49. Jahrestagung des US-Händlerverbands NARM brachte den Delegierten kaum neue Erkenntnisse. Das physische Geschäft sei trotz aller Einbrüche weiterhin Umsatzgarant Nummer eins. Doch in Sachen Onlineverkauf müssten die Mitglieder mehr unternehmen.

Zwar gebe es laut NARM-President Jim Donio bereits einige wegweisende Initiativen wie z.B. die Kooperationen von Napster und Circuit City, PassAlong und Trans World Entertainment oder Real Rhapsody und Best Buy. Doch Digitalexperten meinten, das sei noch nicht genug, um den Verfall der CD auszugleichen. Napster-CEO Chris Gorog versuchte die anwesenden Händler zu ermutigen, sich mit Firmen wie der seinen zu verbünden, um den Kunden den Transfer zu digitalen Konfigurationen zu erleichtern. „Was machen Sie denn, wenn Kunden in Ihren Laden kommen? Zeigen Sie denen das CD-Regal?“

Mike McGuire, Analyst bei der Gartner Group, schlug zudem vor, dass Fachhändler die Expertise ihrer Mitarbeiter als Kapital auch im Onlinebereich nutzen sollten. Gerade im Digitalgeschäft führten Empfehlungen oft zu Käufen. Daher sollten Verkäufer ihre Plattentips z.B. als Playlisten bei Social-Networking-Diensten wie Last.FM hinterlegen.

Doch all die vielversprechenden Onlinemöglichkeiten können sich auch als Schuss nach hinten erweisen, meinte Russ Crupnick von der Marktforschungsfirma NPD Group. Seine Umfragen hätten ergeben, dass viele Konsumenten von den vielfältigen Angeboten der digitalen Medienwelt überfordert sind. Weil es inzwischen so viele Möglichkeiten zum Musikkonsum gibt, sinke für viele die Notwendigkeit, Musik zu kaufen.

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