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Napsters Verluste bleiben trotz Umsatzsprung

Napster hat sein drittes Geschäftsjahresquartal mit deutlich gestiegenen Umsätzen abgeschlossen. Doch die Verluste des Unternehmens sanken nicht im gleichen Maß. Dennoch gibt sich Napster-Chef Chris Gorog zuversichtlich.

Napster hat sein drittes Geschäftsjahresquartal, das am 31. Dezember 2004 endete, mit deutlich gestiegenen Umsätzen abgeschlossen. Statt 9,3 Mio. Dollar wie im zweiten Quartal nahm der Digitalvertrieb zuletzt 12,1 Mio. Dollar ein. Das bedeutet eine Steigerung von 30 Prozent und ist mehr, als Napster selbst prognostiziert hatte.

Doch die Verluste des Unternehmens sinken nicht im gleichen Maß: Im dritten Quartal belief sich der reale Fehlbetrag auf 16,4 Mio. Dollar; im Dreimonatszeitraum davor lag er noch bei 16,9 Mio. Dollar. Da Napster jedoch im dritten Quartal den Verkauf seiner Softwaresparte Roxio verbucht, kann die Firma zumindest offiziell einen Gewinn 12,8 Mio. Dollar ausweisen.

Dennoch gibt man sich für die kommenden Monate sehr zuversichtlich. Dank der Markteinführung des tragbaren Musikabos Napster To Go verspricht sich Firmenchef Chris Gorog für das vierte Quartal Umsätze in Höhe von 14 Mio. Dollar; das Gesamtjahr will er mit 43 Mio. Dollar abschließen. Erfreut zeigt sich Gorog zudem über die steigenden Margen, was durch den Zuwachs im Aboverkauf begründet sei. Bereits jetzt trügen die Einnahmen aus den Subskriptionsangeboten 73 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Gleichfalls beruhigend: Die verfügbare Barschaft des Unternehmens beläuft sich auf rund 188 Mio. Dollar.

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