Der Downloadhändler Napster kommt zwar mit seinem subventionierten Sonderprogramm für US-Universitäten prinzipiell gut bei den Studenten an, doch wenn es ans Bezahlen geht, zieht die heftig umgarnte Zielgruppe Konkurrenzangebote wie iTunes oder Musicmatch vor. Die University of Rochester im Norden des US-Bundesstaats New York bietet bereits seit mehreren Semestern einen größtenteils kostenlosen Zugang zum Angebot von Napster an.
Eine Umfrage unter 343 Kommilitonen im Herbstsemester 2004 brachte nun zu Tage, wie die Studenten das digitale Sonderangebot nutzen. 91 Prozent bescheinigtem Napster einen hohes Maß an Benutzerfreundlichkeit und beinahe die Hälfte der Befragten gab an, Napster für Streamingzwecke zu nutzen. Mehr als ein Drittel konnte sich für das stationäre Downloadabo begeistern, das die Titel an den Computer des Nutzers bindet. Doch wenn es darum ging, einzelne Songs dauerhaft zu erwerben, um sie z.B. auf CD zu brennen oder auf einen Digitalplayer zu übertragen, wollte kein einziger der Rochester-Studenten einen Titel bei Napster einkaufen.
Statt dessen griffen sie lieber zu anderen Bezugsquellen. Der Favorit war dabei Apples iTunes Music Store, aber auch Musicmatch und Rhapsody zählten zu den Zielen. Einige Stundenten bemängelten zudem eine mangelhafte Auswahl im Napster-Sortiment und störten sich an der Inkompatibilität der Dateien mit dem iPod.





