Napster will sich genauso wie Mitbewerber RealNetworks nicht auf einen Preiskrieg mit dem neuen Downloadabonnement von Yahoo! einlassen. Man verstehe sich nicht als Sonderangebot, erklärte CEO Chris Gorog vor Investoren bei einer Konferenz von J.P. Morgan. Bei Napster kosten Musikabos 9,95 und 14,95 Dollar pro Monat, der vergangene Woche vorgestellte Dienst Yahoo! Music Unlimited verlangt dagegen für ein vergleichbares Angebot nur zwischen 4,99 und 6,99 Dollar. Auf die Frage der Fonds-Manager, welche Auswirkungen diese Preisoffensive auf Napster haben wird, sagte Gorog: „Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung.“ Er betonte jedoch, dass man sich in den 16 Monaten seit dem Start des Angebots als Nummer zwei am Downloadmarkt hinter Apple etabliert habe.
Nun soll eine zügige Expansion das Geschäft vorantreiben. Die Filiale in Großbritannien erwirtschafte bereits zwölf Prozent der gesamten Napster-Umsätze, so Gorog. Bis Jahresende soll dann auch die deutsche Niederlassung unter Thorsten Schliesche ihren Beitrag zum Wachstum leisten. Als nächste Ziele definierte Gorog die Märkte in Frankreich und Japan. Außerdem steckte der Firmenchef einen Zeitrahmen für die Ausdehnung des Napster-Angebots auf Filminhalte ab.
Innerhalb der kommenden 24 Monate sei mit einer großzügigeren Lizenzierungspolitik der Filmstudios zu rechnen. Die nötige Infrastruktur für Filmdownloads sei in weiten Teilen bereits vorhanden. Napster hatte vor zwei Jahren die von Universal und Sony ins Leben gerufene Onlineplattform pressplay übernommen. Die beiden Firmen hätten das System schon damals auch für den Digitalvertrieb von Filmen konzipiert, so Gorog.






