Recorded & Publishing

Napster will deutschen Markt knacken

Napster-Chef Chris Gorog setzt seine Ambitionen zügig um: Mit dem neu ernannten General Manager Thorsten Schliesche kommt Napster noch dieses Jahr nach Deutschland. In den USA steht zudem eine weitere Ausbaustufe des Napster-Angebots vor dem Start.

Napster-Chef Chris Gorog setzt seine Ambitionen zügig um: Mit dem neu zum Vice President und General Manager von Napster Germany ernannten Thorsten Schliesche kommt das Unternehmen noch dieses Jahr nach Deutschland. Wie schon in Großbritannien will Gorog zum Markteintritt Kooperationen mit den wichtigsten Partnern in der Musikbranche, bei Technikdienstleistern und in den Medien schließen. „Wenn wir so etwas machen, dann wollen wir es auch mit der notwendigen Aggressivität tun“, sagte Gorog im Gespräch mit musikwoche. Einen genauen Termin nannte der Napster-Macher allerdings noch nicht. „Wir sind mit einem großen Team hier nach Cannes gekommen. In vielen Gesprächen wollen wir so viel nationalen Content wie möglich für unseren Deutschland-Start lizenzieren.“ Zudem soll Schliesche ein deutsches Team aufbauen.

Gorog will die beiden aktuellen Napster-Angebote auf dem deutschen Markt etablieren: Neben permanenten Track-Downloads soll es also auch ein Abo-Modell geben. Dass sich derzeit noch kein vergleichbares Angebot in Deutschland findet, stört ihn dabei nicht: „Manchmal muss man einfach der Erste sein“, meint Gorog, der in Abonnements das wichtigste Geschäftsmodell der Musikbranche für die Zukunft sieht. Wie zum Beweis seiner These verzeichnete Napster in Nordamerika in den letzten beiden Quartalen des Jahres 2004 Zuwächse bei den bezahlten Abos in Höhe von jeweils 50 Prozent.

In den USA steht zudem der Start eines dritten Napster-Angebots unter dem Namen Napster To Go bevor: Zu einem Preis von voraussichtlich 14,95 Dollar soll dieser Service das bekannte Abo-Modell um volle Mobilität erweitern.