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Napster umgarnt Studenten in Tennessee

Der Download-Dienst Napster hat eine weitere US-Universität für sich gewonnen. Studenten, Dozenten und Fakultätspersonal der Vanderbilt University können Musik künftig zu Sonderkonditionen digital über Napster beziehen.

Der Download-Dienst Napster hat eine weitere US-Universität für sich gewonnen. Studenten, Dozenten und Fakultätspersonal der Vanderbilt University können Musik ab dem 1. Oktober zu Sonderkonditionen digital über Napster beziehen. Statt monatlich 9,95 Dollar bezahlen Studenten an der Bildungseinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee für das gesamte akademische Jahr (neun Monate) nur 16 Dollar für das Musikabo. Fakultätsmitglieder bekommen den unbegrenzten Zugang zur Napster-Datenbank immerhin für 6,95 Dollar pro Monat. Wer die Titel allerdings dauerhaft behalten oder auf CD brennen will, muss – wie reguläre Napster-Kunden auch – pro Song 99 Cents oder pro Album mindestens 9,95 Dollar bezahlen. Aileen Atkins, Senior Vice President of Business Affairs bei Napster, zeigte sich „begeistert, dass sich eine weitere vornehme Institution“ dazu entschlossen habe, ihre Schüler mit Hilfe von Napster in „die aufregende Welt der legalen Musikdownloads“ einzuführen. Die Neigung vieler Studenten zur offenbar noch viel aufregenderen Welt der illegalen Downloads hatte Anfang des Jahres dazu geführt, dass sieben Vanderbilt-Studenten von der RIAA wegen mutmaßlichen Urheberrechtsverletzungen verklagt wurden. Für Michael Schoenfeld, den PR-Chef der Uni, ist der Napster-Deal eine willkommene Alternative. Statt sich auf Dauer mit den Klagen der Industrie herumschlagen zu müssen, setzt man nun lieber auf das Sonderangebot. An der im Jahr 1873 gegründeten Vanderbilt University sind über 11.000 Studenten eingeschrieben. Napster unterhält zudem mit mindestens acht weiteren namhaften Unis Sonderbeziehungen. Erst kürzlich gab es auch ein Spezialabkommen mit der Armeeverwaltung.

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