Bereits kurze Zeit nach der Markteinführung von Napster To Go kämpft das Abo-Angebot mit altbekannten Problemen. Denn die Internet-User haben ein System gefunden, mit dem sich der Kopierschutz der Musiktitel umgehen lässt. Die Nutzer können so die durch ihr Abo „gemieteten“ Titel nicht nur anhören, sondern auch auf ihrer Festplatte speichern oder auf CD brennen. Napster ist indes bemüht, die Aufregung um die Kopierschutzlücke wieder aus den Schlagzeilen zu bekommen.
„Diese Art von Angriffen gibt es schon seit langer Zeit, und es liegt vor allem an unserem Image, dass das Interesse jetzt so groß ist“, betonte eine Napster-Sprecherin. Der DRM-Schutz sei nach wie vor intakt, aber die Nutzer bedienten sich wie bei anderen Diensten den Aufnahmen der Sound-Karte und erstellten WAV-Dateien, die sich problemlos brennen lassen. Die User brauchen dazu lediglich das Musikprogramm Winamp und ein zusätzliches Plugin. Sobald Winamp einen bei Napster heruntergeladenen Titel abspielt, speichert das Plugin den Titel als WAV-Datei. Außerdem sei es ein ungeschriebenes Gesetz, dass Internet-User immer einen Weg finden, um Schutzmechanismen zu überwinden, erklärte die Napster-Sprecherin.
Das „neue“ Napster hat sich als Hauptwettbewerber von Apples iTunes Music Store positioniert, der derzeit den Downloadmarkt dominiert. Napster arbeitet mit der Digital-Rights-Software Janus des Computerherstellers Microsoft.





