Der Downloadhändler Napster Inc. konnte sein erstes Geschäftsjahresquartal mit einem Umsatzplus von 34 Prozent und halbierten Verlusten abschließen. In den drei Monaten bis zum 30. Juni setzte das Unternehmen 28,1 Mio. Dollar um. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es erst 21 Mio. und im vierten Quartal des letzten Fiskaljahres 26,8 Mio. Dollar.
Gleichzeitig konnte Napster seinen Nettoverlust deutlich reduzieren. Von 19,9 Mio. Dollar im Vergleichsquartal sanken die Fehlbeträge auf nur noch 9,8 Mio. Dollar. Doch die schrumpfende Abonnentenzahl lässt bei Anlegern leichte Zweifel an der Zukunft des Dienstes aufkommen. Das 2006er-Geschäftsjahr schloss Napster noch mit 606.000 zahlenden Dauerkunden ab, nun waren es nur noch 512.000 Abonnenten.
Doch CEO Chris Gorog erklärt sich den Rückgang vor allem durch die fluktuierende Zahl von Kunden an den Colleges und Universitäten in den USA. Während im März-Quartal noch 59.000 Studenten zu stark rabattierten Konditionen auf Napster zugriffen, waren es im Juni-Quartal – einem weitgehend vorlesungsfreien Zeitraum – nur noch 4000. Im Herbst und Winter sollten sich diese Abonnentenzahlen wieder normalisieren, so Gorog. Außerdem erwartet sich der Firmenchef Zuwächse durch das im letzten Quartal gestartete werbefinanzierte Kostenlosangebot von Napster.
Monatlich wachse die Zahle der Nutzer um 50 Prozent und im Juni habe man 60 Mio. Seitenaufrufe verzeichnet.
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