Die US-Elektrofachhandelskette Circuit City versucht einen zweiten Anlauf im Downloadgeschäft. Über eine Partnerschaft mit Napster will das Unternehmen seine geschwächte Stellung im Musikverkauf stärken.
Obwohl die DVD-Verkäufe bei Circuit City im Gegensatz zum Tonträgergeschäft recht stabil sind, erwägt die Handelskette, seine Downloadaktivitäten auch auf den Videobereich auszudehnen. „Wir werden das ausprobieren, aber im Moment handelt es sich um einen reinen Musikdownloadservice“, sagte Unternehmenssprecher Jackie Foreman gegenüber dem US-Fachblatt „Home Media Magazine“.
Circuit City zählt zu den sechs größten Händlern für Musikprodukte in den USA, doch das Tonträgergeschäft ließ in den letzten Quartalen merklich nach. Das Konzept Circuit City + Napster soll die Kette in Sachen Musik nun wieder besser aufstellen.
Innovativ ist die Lösung keineswegs: Unter www.circuitcity.com/napster finden Kunden nichts anderes als den bereits hinlänglich bekannten Napster-Shop, der für knapp 15 Dollar monatlich ein Downloadabo und für zusätzliche 99 Cents pro Song auch Einzeldownloads anbietet. Neukunden bekommen den ersten Monat und fünf Songs geschenkt. Um die Verknüpfung in den stationären Handel herzustellen, verkauft Circuit City in seinen fast 660 US-Filialen Prepaid-Karten für 15, 25 oder 60 Napster-Downloads.
Die Elektrokette hatte vor rund drei Jahren schon einmal einen Ausflug ins Digitalgeschäft gewagt, den Dienst MusicNow dann allerdings im November 2005 an AOL verkauft. Der Portalbetreiber hat MusicNow inzwischen ebenfalls zugunsten von Napster eingestellt. Mitbewerber Best Buy kooperiert in Downloadfragen mit dem Angebot Rhapsody von RealNetworks.





