Recorded & Publishing

Napster muss vorerst ohne EMI-Titel auskommen

Obwohl Napster bereits mit einem Repertoire-Umfang von rund 1,5 Mio. Songs wirbt, fehlen im Abo-Dienst bislang noch Künstler aus dem Hause EMI. Wie beide Unternehmen bestätigten, habe man noch kein Abkommen geschlossen.

Obwohl Napster bereits mit einem Repertoire-Umfang von rund 1,5 Mio. Songs wirbt, fehlen im Abodienst bislang noch Künstler aus dem Hause EMI. Wie beide Unternehmen bestätigten, habe man noch kein Abkommen geschlossen. Zwar betont EMI, dass die Musik der eigenen Künstler auf möglichst vielen Plattformen für die Kunden zur Verfügung stehen soll, gleichzeitig wolle das Unternehmen aber für die Arbeit seiner Künstler einen fairen Wert erwirtschaften. „EMI will sicherstellen, dass die von den Anbietern Digitaler Musik vorgeschlagenen Bedingungen für unsere Künstler und Aktionäre wirtschaftlich sinnvoll sind, was zu diesem Zeitpunkt bei Napster nicht der Fall ist“, heißt es aus Köln. Mit anderen Anbietern, wie z.B. Yahoo, Real sowie Napster und Musicnet in den USA habe sich EMI bereits auf eine Kooperation geeinigt und sei zudem Geschäftsbeziehungen mit weiteren 110 Anbietern in Europa eingegangen. Auch mit Napster werde man die Verhandlungen weiterführen.

Napster-President Brad Duea kündigte indes gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an, dass der Neuling im Downloadgeschäft auf lange Sicht den Marktführer Musicload vom Thron stoßen möchte. „Wir wollen die Nummer eins werden“, so Duea. Die Triebfeder für diese Aufholjagd soll das Abogeschäft sein. Der Marktanteil von Subskriptionsmodellen soll bis zum Jahr 2009 „von heute null auf 40 Prozent wachsen“, erklärt Duea. Daran werden auch mobile Downloads zunehmend ihren Teil beitragen. In zwölf bis 18 Monaten will Napster ein Downloadabo auf den Markt bringen, in dessen Rahmen es die Musikdateien direkt aufs Handy schickt. Bis dahin soll auch die Zahl der Dauerkunden noch deutlich wachsen. In den USA, Kanada und Großbritannien hat Napster bislang beinahe eine halbe Mio. Abonnenten. Um Gewinne zu erwirtschaften, reicht diese Kundenbasis allerdings noch nicht aus.

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