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Napster führt werbefinanziertes Kostenlosangebot ein

Napster ködert potenzielle Kunden seit wenigen Tagen mit einem kostenlosen Service. Auf der Napster-Website kann man sich nun alle zwei Mio. Titel aus dem Katalog in voller Länge streamen lassen. Die Rechnung dafür bezahlen Werbepartner.

Der Downloadhändler Napster ködert potenzielle Kunden in den USA seit wenigen Tagen mit einem kostenlosen Service. Auf der Napster-Website kann man sich nun alle zwei Mio. Titel aus dem Katalog in voller Länge streamen lassen. Die Rechnung dafür bezahlen Werbepartner.

Die ersten Anzeigenkunden sind Walt Disney, House of Blues, Activision, Samsung, Touchstone Pictures, das Bonnaroo Festival und Guitar Center; weitere Sponsoren sollen im Lauf der Woche präsentiert werden. Ohne Kreditkarte, dafür unter Angabe von Name und E-Mail-Adresse erhalten Nutzer nun Zugang zum Napster-Katalog. Jeder einzelne Song kann jedoch nur maximal fünfmal angehört werden.

Danach fordert das System zum Kauf der Datei oder zum Abschluss eines Napster-Abonnements auf. Vor jedem Song bekommen Nutzer einen 15-sekündigen Werbespot präsentiert. Gerüchte über ein werbefinanziertes Angebot gab es bereits seit Februar, nun sind die Deals mit allen Rechteinhabern unter Dach und Fach.

Die Labels werden an den Werbeeinnahmen beteiligt, über die Höhe der Vergütung wurde nichts bekannt. Für Napster ist der neue Service ein weiterer Versuch, aus dem Schatten von iTunes im Downloadgeschäft zu treten. Obendrein wird im Lauf des Monats mit dem Start von Urge, dem Downloaddienst von MTV und Microsoft, gerechnet.

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