Die Verwandlung von Roxio in Napster scheint dem Unternehmen vorerst gut zu bekommen. Im letzten Quartal, das mit dem 31. Dezember endete, soll der Umsatz nach ersten Schätzungen um voraussichtlich 18,3 Prozent gestiegen sein.
Statt 9,3 Mio. Dollar wie im zweiten Geschäftsquartal (bis 30. September) erwarte man nun elf Mio. Dollar Umsatz, erklärte Napster-CEO Chris Gorog. Damit hätte der digitale Musikvertrieb seine Einnahmen zwei Quartale in Folge um jeweils 18 Prozent gesteigert.
Und obwohl das Unternehmen, das sich kurz vor Weihnachten endgültig von seiner Roxio-Softwaresparte getrennt hatte, trotz aller Zuwächse beim Umsatz weiterhin Verluste schreibt, sehen erste Analysten den Silberstreif am Horizont: Gene Munster von Piper Jaffray erhöhte sein Kursziel für Napster von acht auf zwölf Dollar pro Aktie.
Besonders das tragbare Abo Napster To Go werde der Firma in den nächsten Monaten Wachstum bescheren, so die Ansicht der Börsianer. Auch Gorog wird nicht müde, diese Prognose zu verbreiten: Die Zeit des Individualdownloads sei bald vorbei, orakelt der Napster-Chef. Zudem seien Digitalabos ohnehin das vernünftigere Angebot – sowohl für die Kunden, die für weniger als 200 Dollar pro Jahr Zugriff auf eine umfassende Titelauswahl hätten, als auch für die Anbieter, die mit Subskriptionsdiensten wesentlich höhere Margen erzielen könnten.






