Wie MusikWoche bereits im Januar berichtete, will der Musikdienst Napster noch in diesem Jahr einen deutschen Onlineshop eröffnen. Thorsten Schliesche, Vice President und General Manager von Napster Germany, sprach nun mit der „Netzwelt“ über die Pläne. „Napster bietet dem Nutzer die Wahl zwischen unterschiedlichen Geschäftsmodellen und wird als erstes Unternehmen in Deutschland eine ‚portable Musikflatrate‘ anbieten,“ erklärte er. Zudem wolle man „in jedem Fall über eine Mio. Titel“ im Katalog haben.
Den genauen Starttermin sowie die Preisstrategie bei Napster Deutschland verriet Schliesche allerdings noch nicht. In den USA kosten Einzeldownloads bei Napster 99 Cent (83 Euro-Cent), Alben 6,95 Dollar (5,80 Euro). Kunden, die das Abo-Modell von Napster nutzen, können für 9,95 Dollar (8,30 Euro) im Monat alle Songs des Katalogs per Stream anhören und zusätzlich auf die werbefreien Radioangebote zugreifen. Wer die Songs auch auf einen MP3-Player überspielen möchte, zahlt 14,95 Dollar (12,47 Euro) für den Dienst „Napster To Go“. „Ende des ersten Quartals 2005 hatte Napster ca. 420.000 Kunden“, sagt Schliesche.
Die Preise des bisher einzigen europäischen Napster-Dienstes in Großbritannien liegen deutlich über dem US-Niveau. Das Abo kostet hier 9,95 Pfund (14,46 Euro), „Napster To Go“ ist für 14,95 Pfund (21,72 Euro) erhältlich.






