Der Neustart von Napster als kostenpflichtige Musiktauschbörse findet nicht mehr in diesem Jahr statt. Napster-CEO Konrad Hilbers kündigte in seiner Keynote-Rede auf der Konferenz „Webnoize 2001“ das erste Quartal 2002 als Starttermin an. Grund für die Verzögerungen seien die Schwierigkeiten bei den Verhandlungen über Lizenzverträge. Die Lizenzen seien aber maßgebend für den Beginn und die Festlegung der Gebühren des neuen Dienstes. Das größte Problem, dem Napster gegenüberstehe, sei die Generierung von Inhalten, so Hilbers. Er kritisierte die Majorfirmen, die bislang mit einer Lizenzierung ihres Materials an Napster zögern. Hilbers betonte in seiner Rede die Wichtigkeit von Allianzen zwischen traditionellen Musikfirmen und Dritten, um Reichweiten zu erhöhen und die Musikindustrie mit neuer Dynamik auszustatten. Falls es auf anderem Wege nicht möglich sei, müsse auch der Staat, etwa mit Hilfe einer „Compulsory License“, dabei helfen, wettbewerbsfreundliche Voraussetzungen für neue Ideen und Unternehmen zu schaffen. Auch Vertreter des US-Justizministeriums, das kürzlich seine bezüglich der von der Musikindustrie geplanten Onlinedienste intensivierte, sollen nach US-Medienberichten auf der Konferenz anwesend sein, um sich in verschiedenen Gesprächen über die Sachlage zu informieren. Hilbers bezeichnete die Untersuchungen der Behörden als „natürlich“.
Napster-Abo startet nicht vor dem ersten Quartal 2002
Napster-CEO Konrad Hilbers kündigt den Neustart von Napster als kostenpflichtigen Online-Dienst wegen Schwierigkeiten bei den Lizenzierungsverhandlungen erst für das kommende Jahr an.






