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Nana Mouskouri kritisiert Musikindustrie

In einem Exklusiv-Gespräch mit musikwoche kritisierte die jüngst 70 Jahre alt gewordene Sängerin Nana Mouskouri die Globalisierung der Musikindustrie, die dadurch Werte wie Authentizität und Originalität aus den Augen verloren habe.

In einem Exklusiv-Gespräch mit musikwoche kritisierte die jüngst 70 Jahre alt gewordene Sängerin Nana Mouskouri die Globalisierung der Musikindustrie, die dadurch Werte wie Authentizität und Originalität aus den Augen verloren habe. „Die Konzerne achten darauf, dass immer alles gleich klingt“, klagt die Künstlerin, von der am 18. Oktober die Doppel-CD „Ich hab gelacht – ich hab geweint“ bei Koch Universal erscheint. Hierfür hat sie erstmals nach einer längeren Pause wieder neue Songs in deutscher Sprache aufgenommen. „Es gab einfach keine Songs, die mir gefielen oder die zu mir gepasst hätten. Das war mitunter recht frustrierend, wenn man sich fragt, was man bloß singen soll, wenn man schon so viele Lieder im Laufe der Jahre aufgenommen hat und nun weiter will“, begründet die Griechin ihre Zurückhaltung. Doch mit der Unterstützung von Koch und einem jungen Produktionsteam entstanden sieben neue Songs, die ebenfalls auf der CD enthalten sind. Für 2005 kündigt der Weltstar, der im Gespräch unter anderem auch von einem langen Abend mit Bob Dylan und Leonard Cohen berichtet, eine „Farwell Tour“ an. Danach will sie keine großen Tourneen mehr unternehmen, sondern sich verstärkt um junge Künstler und die Karriere ihrer Tochter kümmern.

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