musikwoche.de: Wie würden Sie in wenigen Sätzen die Quintessenz der Studie zusammenfassen?
Peter James: Ziel der Studie war die Verifizierung der These, dass die Einrichtung eines Musikexportbüros ein probates Mittel ist, den Folgen der katastrophalen Entwicklung des Inlandmarktes durch die Erschließung ausländischer Märkte entgegenzutreten. Dieser Nachweis ist in vollem Umfang gelungen.
mw.de: Halten Sie den Zeitplan für realistisch und durchsetzbar?
James: Selbstverständlich – vorausgesetzt, das „Sorgenkind Europas“ ist ernsthaft bestrebt, endlich in die Hände zu spucken.
mw.de: Sehen Sie neben der Entnahme aus dem Topf der Leermedienvergütung noch andere sinnvolle Finanzierungsquellen?
James: Die Einbeziehung der Leermedienabgabe bietet die größtmögliche Sicherheit, finanzielle Lasten gleichmäßig und entsprechend der Leistungsfähigkeit auf alle Beteiligten zu verteilen. Bis zur notwendigen Anpassung der Leermedienabgabe gibt es ähnliche Quellen, die dieses Anliegen gewährleisten.
mw.de: Muss es nicht für die Umsetzung, zumindest am Anfang, eine koordinierende Instanz geben?
James: Koordinierende Instanz war bislang die Gemeinschaft der Auftraggeber der Studie, in Absprache mit allen Beteiligten zunächst aufgehängt bei dem Vertreter der Kernzielgruppe eines Exportbüros, den Independents, im Vorstand der Phonoverbände. Die formelle Einsetzung einer Arbeitsgruppe, die auch weiteres Know-how verfügbar macht (zum Beispiel Veranstaltungswirtschaft oder Management), ist der kleinste aller erforderlichen Schritte, die jetzt folgen müssen.
mw.de: Wie sehen die nächsten Schritte aus?
James: Einsetzung einer Arbeitsgruppe, Klärung der Finanzierung, Abstimmung mit der Bundesregierung – und dann der Start.






