musikwoche.de: Wie würden Sie in wenigen Sätzen die Quintessenz der Studie zusammenfassen?
Gerd Gebhardt: Wir brauchen ein deutsches Musikexportbüro, weil es Künstlern und Unternehmen neue Chancen im Ausland bringt. Außerdem hinken wir anderen Staaten bereits hinterher und müssen Boden gutmachen.
mw.de: Halten Sie den Zeitplan – Start im vierten Quartal 2003 oder Anfang 2004 – für realistisch?
Gebhardt: Das Büro muss möglichst noch in diesem Jahr arbeitsfähig werden, um deutsche Musik im Ausland so schnell wie möglich zu unterstützen.
mw.de: Gäbe es neben der Entnahme aus dem Topf der Leermedienvergütung andere sinnvolle Finanzierungsquellen?
Gebhardt: Über die Art der Finanzierung ist noch nichts entschieden, das werden wir im weiteren Verfahren gemeinsam mit allen Beteiligten und der Bundesregierung klären. Vorgesehen ist auf jeden Fall eine Public-Private-Partnership.
mw.de: Wie soll bei der Umsetzung die Rollenverteilung zwischen den Auftraggebern der Studie aussehen? Wie geht es jetzt weiter?
Gebhardt: Die Studie hat einen klaren Organisationsvorschlag gemacht. Im nächsten Schritt müssen wir die notwendigen Gremienentscheidungen herbeiführen. Ich denke, es kommt jetzt vor allem darauf an, möglichst schnell und effizient loszulegen, um international konkurrenzfähig zu werden.






