musikwoche: Bedauern Sie den Abschied von Udo Lange? Sylvia Kollek: Es war für mich eine besondere Erfahrung mit Udo zusammenzuarbeiten, denn es gibt wohl kaum einen Chef einer Musikfirma, der auf eine so spannende und erfolgreiche Laufbahn zurückschauen kann. Ich habe Udo als äußerst menschlichen und fairen Chef erlebt, der durch seine langjährige Erfahrung in jedem Geschäftsfeld einer Musikfirma sehr kompetent war. Und so kann ich nur sagen: „Lieber Udo, vielen Dank für Deine Unterstützung.“ Gregor Stöckl: Der Weggang von Udo Lange ist zweifelsohne ein sehr einschneidendes Ereignis für Virgin und EMI Music. Udo war nicht nur „Mr. Virgin“, sondern auch über mehr als acht Jahre mein Vorgesetzter. Ihm habe ich sehr viel zu verdanken. Udos menschliche Integrität, seine Kreativität und seine akribische, hochprofessionelle Arbeitseinstellung waren für mich immer beeindruckend und vorbildlich; sein Rock’n’Roll-Spirit beinahe schon legendär. Ich wünsche ihm von ganzem Herzen nur das allerbeste für die Zukunft und darf ihm ein eigenes Zitat zurufen, das sein Tun sehr geprägt hat: „Es geht immer was!“
mw: Hatten Sie bereits Gelegenheit, ihren neuen Vorgesetzten kennen zu lernen? Stöckl: Niel übernimmt ein herausforderndes Amt, aber dessen ist er sich sehr bewusst. Auch wenn es noch etwas früh ist, so kann ich doch jetzt schon sagen, dass der erste Eindruck geprägt ist von Offenheit, Pragmatismus, Tatkraft und dem nötigen Fingerspitzengefühl für die Situation. Außerdem ist er ein begeisterter Fußballfan, was ich schon mal pauschal gut finde, auch wenn es (noch) der falsche Verein ist… Kollek: Ich kenne Niel van Hoff seit geraumer Zeit von diversen internationalen Meetings und habe ihn dort immer als zielstrebigen, dynamischen Manager erlebt, der besonders durch seine positive Ausstrahlung und seine Professionalität auffiel.






