MusikWoche: Das Digitalgeschäft konnte die Erwartungen der Branche offenbar nicht erfüllen – welche Vorstellungen hatten Sie? Peter Zombik: Vor dem Hintergrund der Steigerungsraten im Vorjahreszeitraum gingen wir davon aus, größere Zuwächse verbuchen zu können. Allerdings zeichnete sich die aktuelle Entwicklung schon über die vergangenen Monate ab. Wir sind aber dennoch sehr froh, dass die Steigerungsraten so deutlich ausgefallen sind, vor allem da der legale Onlinemarkt von einer dramatischen Szene von illegalen Angeboten und der Nutzung solcher Angebote umgeben ist. Die Rahmenbedingungen sind unverändert nicht gerade ermutigend. Es erfordert noch viel Arbeit, erstens illegale Angebote zurückzudrängen und dafür angemessene rechtliche Instrumente zu bekommen sowie zweitens die Endverbraucher von der Attraktivität legaler Shops zu überzeugen und bei ihnen Bewusstsein dafür zu schaffen, dass sie bei der Nutzung illegaler Quellen entdeckt werden können.
Nachgefragt bei Peter Zombik
Die deutsche Phonowirtschaft hofft, zum Ende des Jahres 2006 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielen zu können. Allerdings bezeichnet Peter Zombik, Geschäftsführer der deutschen Phonoverbände, dieses Ziel im Gespräch mit MusikWoche als „äußerst ambitioniert“.






