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MySpace startet Testbetrieb für deutschen Ableger

MySpace, derzeit weltweit Marktführer unter den ständig wachsenden Social-Networking-Plattformen, setzt seine Expansionspläne in die Tat um. Nach der Einführung einer französischen Filiale brachte das Unternehmen nun auch eine deutsche Variante ins Netz.

MySpace, derzeit weltweit Marktführer unter den ständig wachsenden Social-Networking-Plattformen, setzt seine Expansionspläne in die Tat um. Nach der Einführung einer französischen Filiale brachte das Unternehmen nun auch eine deutsche Variante ins Netz.

Dieser Schritt war erwartet worden, nachdem Ross Levinsohn, President der zur News Corp. zählenden MySpace-Mutterfirma Fox Interactive Media, im August die Ausdehnung des Konzepts angekündigt hatte. Die Beta-Version des deutschsprachigen Angebots firmiert derzeit unter der URL www.de.myspace.com, ob es demnächst einen Wechsel zu myspace.de geben wird, ist unklar. Die Seiten des deutschen Ablegers werden indes gegenwärtig von US-amerikanischen Servern gespeist und unterliegen auch amerikanischem Recht.

News-Corp.-Chef Rupert Murdoch will für MySpace an der Regionalisierungsstrategie festhalten. In den kommenden zwölf Monaten will er das Portal in ein Dutzend Länder exportieren. Ein Schwerpunkt liege dabei auf der Markteinführung in China. Um kulturelle Unterschiede und eventuelle regionale Probleme rechtzeitig zu erkennen, hat Murdoch seine Frau Wendy Deng beauftragt, bei der Koordination der China-Pläne mitzuhelfen.

In den letzen Monaten schaffte es MySpace immer wieder im Musikbereich Schlagzeilen zu machen, weil es Acts wie Arctic Monkeys oder Gnarls Barkley gelang, über Promotion in der MySpace-Community Erfolge zu erzielen. Inzwischen nutzen Künstler die Plattform auch zum direkten Verkauf ihrer Musik, der Dienstleister Snocap liefert dafür ein Plug-in, mit dem Rechteinhaber ihre Werke als Downloads anbieten können.

Fox Interactive Media (FIM) spricht inzwischen von weltweit 100 Mio. Nutzern, wobei nicht bekannt ist, wie viele „Karteileichen“ ihre MySpace-Profile ungenutzt lassen. In den USA besuchen monatlich knapp 60 Mio. Nutzer die MySpace-Seiten, was FIM inzwischen signifikante Werbeerlöse sichert. Über eine Kooperation mit Google wird MySpace bis 2010 obendrein 900 Mio. Dollar für bezahlte Suchdienste einnehmen.

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