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MySpace-Hits verkaufen sich schlecht

Wie man Jugendliche digital vernetzt und sie bei der Stange hält, wissen die Macher des Social-Networking-Portals MySpace. Beim CD-Verkauf tut sich das Unternehmen indes noch schwer. Die erste MySpace-Kopplung blieb deutlich unter den Erwartungen.

Wie man Jugendliche digital vernetzt und sie bei der Stange hält, wissen die Macher des Social-Networking-Portals MySpace. Beim CD-Verkauf tut sich das Unternehmen indes noch schwer. Die erste MySpace-Kopplung blieb deutlich unter den Erwartungen. „MySpace Vol. 1“ – in den USA im November 2005 zusammen mit der Universal-Repertoiredivision Interscope veröffentlicht – hat bislang wenig mehr als 50.000 Einheiten verkauft. Das bestätigte Shawn Gold, Senior Vice President Marketing & Content bei MySpace, im Rahmen des Fachkongresses Digital Music Forum vergangene Woche in New York.

„Diese Compilation verkaufte sich erstaunlicherweise nicht so gut, wie wir uns das intern erhofft hatten“, erklärte Gold. „Aber jetzt warten wir mal ab, wie sich die Künstleralben entwickeln, die wir mit MySpace Records in den kommenden drei Monaten auf den Markt bringen werden.“ Angesichts 60 Mio. registrierter Nutzer könne man bei MySpace getrost von einem Flop der Kopplung sprechen, auf der sich Titel von Acts wie Fall Out Boy, The Click Five, Weezer oder Dashboard Confessional befinden, gestand Gold.

Zugleich warnte er Plattenfirmen vor zu großen Hoffnungen: MySpace eigne sich zwar in Einzelfällen immer wieder gut, um zielgruppengerecht an Nischenpublikum heranzukommen, doch prinzipiell sei zu beobachten, dass die überwiegende Mehrheit der MySpace-Nutzer geradezu allergisch auf allzu aufdringliches „Top-Down“-Marketing reagiere. Auf die Frage, ob wohl genau dies die Ursache für die schwachen Verkäufe der MySpace-Compilation sei, meinte Gold lapidar: „Entweder das, oder die Platte ist einfach scheiße.“

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