35/2005 powered by Ein Special von musik.woche im PDF-Format August 2005 nr. 35 Schlager Volksmusik- und Schlagersegment bleibt stabil Gipfelstürmer auf dem Weg nach oben München – Der Gesamtmarkt ist zwar noch nicht zur Ruhe gekommen. Für die meisten im Volksmusik- und Schlagerbereich engagierten Firmen verlief das erste Halbjahr 2005 dennoch sehr zufriedenstellend. Manches Label rechnet bis Ende des Jahres sogar mit einem Umsatzzuwachs. Schlagerbereich hat uns natürlich Semino Rossi einen wesentlichen Schritt nach vorn gebracht. Im Volksmusikbereich haben Künstler wie Oswald Sattler, die Paldauer oder die Ursprung Buam zumindest die Erwartungen erfüllt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir am Jahresende unsere Erwartungen erfüllen und gegenüber dem vergangenen Jahr ein Plus erreichen können.“ Auch bei MCP Sound & Media verlief das Jahr bisher sehr zufriedenstellend, wie Geschäftsführer Karl Krajic ausführt: „Wir haben unseren Umsatz in diesem Segment auch dieses Jahr wieder halten können. Mit ein Grund dafür könnte sein, dass Schlager und besonders Volksmusik gerade im Radio nur eine untergeordnete Rolle spielen und die Leute deshalb verstärkt Tonträger aus diesen Bereichen nachfragen.“ Die geringe Präsenz in den Medien beklagen fast alle Firmen. „Unverändert schwierig ist es, Künstler abseits der üblichen Formate in Radio, Fernsehen oder Print zu präsentieren“, erklärt Stefan Ultsch. „Und bis man einen Auftritt etwa bei,Top Of The Pops‘ bekommt, ist es ein langer Weg. Da hilft oft nur eine hohe Platzierung in den Charts.“ Dabei spielt eine Veranstaltung wie der Grand Prix der Volksmusik durchaus eine Rolle, wenn es um Verkaufszahlen geht. Die Ladiner, die 2004 siegten, konnten von ihrem letzten Album über 50.000 Einheiten verkaufen. Auch Ralf Schedler von Koch Universal hält die Veranstaltung für wichtig: „Der Grand Prix der Volksmusik hat eine sehr große Bedeutung für uns, vor allem, wenn man ihn gewinnt. Und er gibt uns immer wieder die Chance, neue Künstler ins Rampenlicht zu bringen.“ Norbert Schiegl Insgesamt hat sich die Stimmung im Vergleich zum Vorjahr aufgehellt. Man blickt wieder positiver in die Zukunft, was auch daran liegen könnte, dass deutschsprachige Musik allgemein wieder stärker gefragt ist – wovon auch Schlager- und Volksmusik profitieren. „Der volkstümliche Schlager ist im Kommen“, erklärt Stefan Ultsch, A&R-Manager MOR/Schlager Capitol Music, selbstbewusst, „das sieht man neben den Randfichten auch am Erfolg von Künstlern, die nicht bei uns im Haus sind, wie etwa die Ladiner. Formationen wie diese haben in den vergangenen Jahren eine neue Käuferschaft an sich binden können. Dabei halten die Leute anscheinend wieder verstärkt nach Musik Ausschau, die eine heile Welt suggeriert.“ Und dieser Trend geht quer durch alle Altersschichten, wie Gottfried Zmeck, geschäftsführender Gesellschafter GoldStar TV, berichtet: „Die Altersstruktur im heutigen Schlager ist sehr gemischt. Das hat sich bei der Schlager-Gala gezeigt, die wir zusammen mit der HypoVereinsbank auf der Bundesgartenschau organisiert haben. Schlager ist ein Familienereignis, das zwar die älteren Generationen mit einschließt, aber sich eben nicht darauf beschränkt. Schlagermusik strahlt eine beständige Attraktion aus und ist als Grundrauschen immer präsent.“ Zudem habe er die Beobachtung gemacht, dass sich in diesem Segment kreativ zuletzt wieder viel getan habe. „Das Thema Schlager ist aktueller denn je.“ Auch bei Koch Universal ist man mit der Entwicklung zufrieden: „Das erste Halbjahr war für uns sehr gut. Wir haben uns ein kleines Polster geschaffen für das restliche Jahr,“ so Ralf Schedler, Director A&R bei Koch Universal. „Im Ihr gemeinsamer Erfolg zeigt, dass es auch wieder steil aufwärts gehen kann: Semino Rossi (l.) und Franz Selb, Geschäftsführer Koch Universal schwerpunkt.schlager schwerpunkt.schlager 2 35/2005 Schooting-Star Semino Rossi Argentinier aus Tirol München/Planegg (bs) – Schon als kleiner Junge wollte er Sänger werden. Nun ist dieser Traum für Semino Rossi wahr geworden – wenn auch weit von seiner Heimat Argentinien entfernt. MusikWoche zeichnet seinen Weg nach. Als Semino Rossi 1985 Argentinien verließ, versuchte er sein Glück zunächst in Spanien: „Ich dachte, Spanien ist sprachlich der richtige Platz für mich. Aber das war ein Irrtum. Danach habe ich mich auf einen langen Weg gemacht, der mich über Frankreich und Italien in die Schweiz geführt hat.“ Und erst dort hätten ihm drei Musiker geraten, nach Österreich zu gehen. „Ich glaube, die schönsten Dinge in unserem Leben sind Zufälle“, sagt Semino Rossi. Ein weiterer Zufall brachte ihn zu seiner Plattenfirma Koch. „Ich trat auf einer Privatparty auf und sang dort südamerikanische Lieder. Auf dieser Party war auch ein Mitarbeiter der Koch-Firmengruppe. Ich konnte ihm ein Demoband geben, und eine Woche später hat Franz Koch persönlich bei mir zu Hause angerufen.“ 2001 nahm Koch den Künstler unter Vertrag und arbeitete fast zwei Jahre an der Entwicklung des ersten Albums, das Mitte 2003 fertig gestellt war und 2004 erschien. Doch erst mit dem zweiten Album, „Tausend Rosen für Dich“, schaffte Semino Rossi den Durchbruch. Vor allem die Auftritte bei Karl Moik im „Musikantenstadl“ brachten den Sänger voran: Bei seinem Debüt im Mai vor einem Jahr sang er live „Don’t Cry For Me Argentina“ und wurde dann von seiner Mutter überrascht, die er seit fünf Jahren nicht mehr gesehen hatte. Franz Selb, Geschäftsführer von Koch Universal, erinnert sich: „Dieser Auftritt war von so hoher Emotionaltität, dass dies in den folgenden Tagen und Wochen noch das Gesprächsthema bei allen,Stadlsehern‘ war.“ Bei einem zweiten Auftritt im November ließ Moik Semino Rossi im Duett mit André Rieu singen. „Der Startschuss für den ganz großen Erfolg war zweifelsfrei in diesem Jahr der Auftritt am 11. Juni beim,Musikantenstadl‘ in Bozen“, sagt Franz Selb. „Dort sang er die spanische Version von,Aber Dich gibt’s nur einmal für mich‘ und live das,Ave-Maria El No Morro‘. Allein an der Reaktion der Zuschauer in der Halle konnte man feststellen, dass dieser Auftritt ein ganz außergewöhnliches musikalisches Erlebnis für die TV-Seher und Besucher war.“ Für Semino Rossi hat sich damit ein Traum erfüllt. „Ich bin sehr dankbar über diesen Erfolg, ich hätte mir nur gewünscht, er wäre ein bisschen früher passiert. Aber ich konnte es mir ja nicht aussuchen. Vielleicht war vor zehn Jahren meine Zeit einfach noch nicht gekommen.“ Nachgefragt bei Franz Selb, Geschäftsführer Koch Universal: „Es war jahrelange, gezielte Aufbauarbeit“ München (bs) – Semino Rossi sicherte sich mit seinem Album „Tausen Rosen für Dich“ bereits Platin in Österreich und ist auf Goldkurs in Deutschland. In beiden Ländern schaffte die CD den Sprung in die Top Ten. Doch dieser Erfolg ist kein Zufall ist, sagt Franz Selb. MusikWoche: Hat Sie der Erfolg von Semino Rossi überrascht? Franz Selb: Nein, der Erfolg hat mich insgesamt nicht überrascht – in der Höhe der Chartsplatzierung aber schon. Es ist selten, dass man einen so perfekten Künstler entdecken darf, bei dem Stimme, Aussehen und das positive Charisma so stimmig zusammenpassen. Von einem „Übernachterfolg“ kann man allerdings in keiner Weise sprechen. Es war eine jahrelange, gezielte Aufbauarbeit, die so in vielen kreativen Zellen bei Major-Firmen heute nicht mehr stattfindet. MW: Rossi hat beim Publikum ins Schwarze getroffen. Richten Sie künftige strategische Entscheidungen nun mehr nach diesem Publikumswillen aus? Selb: Unsere Aufgabe wird es immer sein, Musik für das Zielpublikum zu machen. Es hat grundsätzlich wenig Sinn, gegen den Geschmack des Publikums zu arbeiten, das ja schließlich die CDs kaufen soll. Es ist auch nicht immer einfach, direkt ins Schwarze zu treffen. Der Stein der Weisen ist diesbezüglich noch nicht gefunden. Der Künstler mit seinem Talent und seiner Persönlichkeit ist entscheidend. Trotzdem ist es sicherlich wichtig, immer im Auge zu behalten, wie man das Publikum am besten erreicht und welche Kanäle, egal ob Marketing oder Promotion, zur Verfügung stehen. MW: Der Erfolg von Semino Rossi überbrückt sicherlich das maue Sommergeschäft. Rettet er das Geschäftsjahr 2005? Selb: Unser Geschäftsjahr würde bis jetzt auch ohne Semino Rossi sehr gut aussehen. Wir sind bestens im Plan. Das Sommergeschäft ist nie besonders spannend – aber jetzt natürlich auch für den Handel im Schlagerbereich dank Semino Rossi interessant geworden. Im Herbst haben wir mit einem Best-of-Album von Vicky Leandros sowie neuen Alben der Kastelruther Spatzen, der Paldauer, von Francine Jordi, Wind, Nino de Angelo, Simone und Andrea Jürgens noch weitere Highlights im Köcher. Zudem wird es ein Weihnachtsalbum von Semino Rossi geben, das sehr interessant wird. Wir brauchen unser Geschäftsjahr nicht zu retten, wir arbeiten jetzt schon daran, auch für 2006 einen guten Start hinzulegen. Traf mit Rossi ins Schwarze: Selb Stürmte die deutschen und die österreichischen Charts: Semino Rossis zweites Album schwerpunkt.schlager schwerpunkt.schlager 3 35/2005 Schwerpunkte von Simone bis Simonis Planegg – Was wäre das Schlagerjahr ohne ein neues Album von den Kastelruther Spatzen? Zumindest für die alpenländische Hitschmiede Koch Universal am Stadtrand von München wäre es eine herbe Enttäuschung. Von den Fans ganz zu schweigen. Doch diesbezügliche Befürchtungen entbehren jeglicher Grundlage, denn am 4. Oktober steht das neueste Werk der Südtiroler Kapellmeister auf dem Veröffentlichungsplan – man mag es „Zufall oder Schicksal“ nennen, so jedenfalls der Titel des Albums. Kein Zufall ist die stolze Erfolgsbilanz der Kastelruther: In 25 Jahren ernteten sie nicht nur Respekt, sondern auch 113 goldene Schallplatten, mehr als zehn Millionen verkaufte Tonträger und sieben Echos. Koch schickt das Album mit einer umfangreichen Marketingkampagne und bundesweiter TV-Werbung auf den Weg; die Spatzen werden in allen großen Fernsehshows zwitschern und sich dabei für eine gute Sache einsetzen: Sie unterstützen die Blutspendekampagne des Deutschen Roten Kreuzes. Wie die Spatzen kommt auch die Formation Bergfeuer aus Südtirol, die in einem ihrer beliebtesten Lieder „Die Adler der Cordilleren“ besingt. Das Video zum Stück ist einer von 20 Clips auf der gleichnamigen Best-of- DVD (VÖ: 23. September). Neben einem musikalischen Rückblick auf zehn Jahre Bergfeuer enthält die DVD auch einen Film über die Heimat der Gruppe, das Tauferer Ahrntal. „Schwerelos“ – so der Titel ihres neuen Albums (VÖ: 19. September) – kreist die Österreicherin Simone am Schlagerhimmel, und mit ihren neuen Songs fängt sie das Lebensgefühl der allein stehenden Frauen um die 30 ein, das die erste Single auf den Punkt bringt: „Nachts geht die Sehnsucht durch die Stadt“. Ihre Schweizer Kollegin Francine Jordi fordert „Halt mich“ und unterlegt diesen haptischen Appell auf ihrem neuen Album, das am 17. Oktober erscheint, mit einer vielseitigen Songkollektion. Zudem haben die Köche ein neues Album des Panflötenvirtuosen Edward Simoni im Köcher: Auf „Pan Welthits“ liefert er sich unter anderem mit Tenor Francisco Araiza ein Duett und spielt „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Außerdem sind neue Produktionen von Olaf Henning, Andrea Jürgens, Vicky Leandros, Nino de Angelo, den Egerländer Musikanten und der Münchner Freiheit in der Pipeline. Manfred Gillig-Degrave Überlassen in diesem Herbst nichts dem Zufall: Kastelruther Spatzen Countdown zum 20. Grand Prix der Volksmusik München (msi) – Der Internationale Grand Prix der Volksmusik wird dieses Jahr am 10. September in Zürich ausgetragen. Zum 20. Mal wetteifern Komponisten und Interpreten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol um die Krone der Volksmusik. Das Finale im Hallenstadion in Zürich übertragen ZDF, ORF, SF und RAI. Die 16 Teilnehmer wurden in nationalen Vorentscheiden per Televoting ermittelt. Für Deutschland treten der Gewinner des Vorentscheids, der 13-jährige Marcel („Rote Rosen für Mama“), Jannika, das Duo Christine Nachbauer & Thomas Kiesling sowie Captain Cook und seine singenden Saxophone an. Österreich wird von den erstplatzierten Krieglachern („A starke Frau“) sowie Nina Stern und den Zillertaler Haderlumpen, Nordwand und Caraboo vertreten. Sarah-Jane („Einmal hin, einmal her“), Adrian Eugster & Conny mit Südwind, Claudio De Bartolo und ComBox konnten sich bei der Schweizer Vorentscheidung durchsetzen. Für Südtirol gehen die Pustertaler („Wenn i vom Berg z’rugg kimm“), Luis Moser, die Vinschger und der Etschland Express an den Start. Die teilnehmenden Künstler treten abwechselnd in der Reihenfolge Österreich, Deutschland, Schweiz und Südtirol an. Im vergangenen Jahr ging die Krone an Die Ladiner aus Südtirol mit „Beuge dich vor grauem Haar“. www.gpvolksmusik.at @ www.joanrecords.com @ Startet in Zürich für Deutschland: Marcel Joan Music gewinnt Beierlein München (ks) – Wenn am 19. September mit der CD „Ein Lied für Tiere“ das erste Produkt des neuen Labels Joan Music auf den Markt gelangt, ist auch montanamedia-Chef Hans R. Beierlein mit an Bord: Über das neue Label für Schlagerthemen des dann als Foreign Media Germany firmierenden Unternehmens Joan Records will er neue Verkaufswege erschließen. „Die traditionellen Wege der Tonträgervermarktung müssen aufgebrochen werden. Das erreichen wir in Zusammenarbeit mit aktiven Unternehmen, die gute Ideen haben. Und so hat sich Joan Records bei uns präsentiert“, sagt Beierlein. schwerpunkt.schlager schwerpunkt.schlager 4 35/2005 damit eine zunehmend große Fangemeinde an, so Haberland. Weitere Schwerpunkte im Oktober sind „Auf Wolken schweben“, das neue Album von Gaby Baginsky, dessen VÖ eine bundesweite Senderund Händlertour sowie mehrere TV-Termine begleiten wird, und „Sein“, das Debütalbum des Künstlers Raffaele Sortino. Der aus dem sizilianischen Corleone stammende und in Frankfurt lebende Sänger und Songschreiber „erfand“ in den Neunzigern die deutschen Schlagercharts. Später kreierte er das „Chanson Noir“ und tourt mit seinem Live-Programm seit mehr als zwei Jahren durch die Republik. Viel verspricht sich Haberland auch von Inka, der Siegerin der MDR-Hitsommernacht 2003. Ihr Debüt, auf dem sie mit dem Produzenten Ully Jonas und dem Künstlermanagement Ingrid Reith zusammenarbeitet, ist für den Spätherbst angekündigt. Im Compilation-Bereich stehen im Oktober „Die Deutschen Hits 2005“ an, die G.G. Anderson, Bernhard Brink, Marianne Rosenberg Mary Roos und viele mehr beisteuern. Außerdem wartet die Doppel-CD „Ballermann 6 Balneario – Die Ballermann Schanzenparty 2005“ mit 40 aktuellen Songs auf. Auch einen Ausblick auf die Jahreswende wagt Haberland bereits: Dann kommen die neuen Alben von Juliane Werding, Diana Sorbello, die schon jetzt in „Sport-Bild“ Sport-Accessoires präsentiert, sowie von der Gruppe Looping und von Peter Schilling in die Läden. Birgit Schlinger da music Starke Künstler für stabilen Markt „Es gelingt zum Glück immer wieder, die Partner am Markt mit wirklich starken Produkten und Konzepten zu überzeugen“, weiß Haberland. Die Alben von Roos, Werding, Martin, Simons und KaH waren die Schwerpunkte im laufenden Jahr: Sie fanden ihre treuen Käufer, und dabei ist ihre Vermarktung noch nicht abgeschlossen. Vor allem über Hubert KaH, dem mit „Seelentaucher“ ein Comeback gelang, zeigt sich Haberland glücklich: „Hubert KaH begeistert uns und unsere Partner mit seinem Willen und seinem Spaß an der Arbeit. Er ist ein wahrer Überzeugungstäter in Sachen Musik, und das reißt alle mit.“ Im Herbst erscheinen eine deutschsprachige Single sowie das Duett „Die Erinnerung“, das auf dem Debütalbum „Lebenszeichen“ der Gruppe Purpur veröffentlicht wird. Das Quartett mit den Sängerinnen Sabine Müller und Sibylle Zingler sowie den Musikern Thorsten Drücker und Steffen Zickenroth mischt gefühlvoll Schlager-, Popund Folkeinflüsse und spricht Wagt einen Ausblick: Frank Haberland www.da-music.de @ Ihr Debütalbum „Lebenszeichen“ verspricht eine Überraschung: Purpur Neues vom Swing-Duett München (bs) – Vor drei Jahren swingten Lena Valaitis und Hansi Hinterseer die deutsche Coverversion des Klassikers „Something Stupid“ von Nancy und Frank Sinatra. Diese Version ist einer der Bonustracks auf dem Album „Die schönsten Jahre“ von Lena Valaitis, das nun bei White Records erscheint. Es bietet eine Werkschau ihres 35- jährigen Schaffens als Sängerin. Gleichzeitig bringt ihr Duettpartner ein neues Album auf den Markt: „So ein schöner Tag“ von Hansi Hinterseer enthält volkstümliche Lieder sowie mit „Rote Sonne von Bali“ auch einen Ausflug ins Schlagerfach parat. Diepholz – Künstlern wie Mary Roos, Juliane Werding, Andreas Martin, Heintje Simons und Hubert KaH sei Dank: da music ist nicht unzufrieden über das Geschäft im laufenden Jahr. Darauf verweist Frank Haberland, Head of A&R und Promotion. www.jack-white.de @ schwerpunkt.schlager schwerpunkt.schlager 5 35/2005 GoldStar TV will mehr volkstümliche Schlager spielen Neue Ziele für den Schlagerkanal Ismaning – Nach den Feierlichkeiten zum fünfjährigen Jubiläum des Senders GoldStar TV plant das von Gottfried Zmeck geführte Pay-TV-Unternehmen bereits für die Zukunft. Dazu gehören eine neue Promotion-Aktion zusammen mit Premiere, eine stilistische Erweiterung der Playlist und eine Intensivierung des Eventbereiches. „Wir werden bei GoldStar bei der Programmierung und der strategischen Positionierung demnächst mehr in die Richtung volkstümlicher Schlager gehen“, kündigt Gottfried Zmeck an, der Geschäftsführende Gesellschafter von Gold- StarTV. So sollen im Programm des Senders, der über Premiere mittlerweile in einer Million Haushalten zu empfangen ist, künftig mehr Titel aus diesem Genre laufen. Zmeck begründet dies damit, dass Hit24 die Möglichkeit biete, den Songs aus den Grenzgebieten zwischen Schlager und Pop ein Forum zu geben. Aber die Neuprogrammierung habe auch musikalische Gründe: „In kreativer Hinsicht ist im Bereich volkstümlicher Schlager zuletzt sogar noch mehr passiert als im so genannten klassischen Schlager. Das ist eine sehr lebendige Szene.“ Und das sei eine allgemeine mediale Entwicklung: „Denn auch die Shows von Carmen Nebel oder Florian Silbereisen könnten ohne den volkstümlichen Schlager kein abendfüllendes Programm gestalten.“ Zu den weiteren Neuerungen bei GoldStar gehört ein Download-Portal, das in Zusammenarbeit mit Microsoft Networks und OD2 Songs aus dem Genre auf der Homepage von GoldStar feilbietet. „Denn mittlerweile haben sich die Internetseiten von Goldstar wie auch Hit24 als sehr beliebt erwiesen. Und es gehört einfach dazu, diesen Service anzubieten.“ Zudem überarbeitet GoldStar auch das On- Air-Design, in das künftig Audio-Elemente wie der Refrain von „Er gehört zu mir“ eingebunden werden sollen. Eine zentrale Rolle spielt für den Sender der Event- Bereich: „Diese Sparte ist für uns sehr wichtig – und wird sogar noch wichtiger werden. Mehrmals im Jahr soll es Veranstaltungen mit großem Wiedererkennungswert geben, bei denen wir Partner aus den verschiedenen Bereichen einbinden werden.“ So kamen im August über 4000 Zuschauer zu einer Schlager- Gala unter anderem mit Roland Kaiser und Claudia Jung, die GoldStar zusammen mit der HypoVereinsbank auf der Bundesgartenschau in München ausgerichtet hatte. GoldStar ist ein Faktor geworden „Die Zusammenarbeit mit der HVB war sehr angenehm und effizient, aber auch den Print-Bereich wollen wir künftig verstärkt ins Boot holen“, sagt Zmeck. Zusammenfassend betont er, GoldStar sei für die Geschäftspartner ein Faktor geworden: „Am Anfang wird man als Neuigkeit wahrgenommen, dann muss man sich etablieren. Und auch diesen Status haben wir mittlerweile hinter uns, wir müssen nicht mehr erklären, wer wir sind. Jetzt erreichen uns viele Anfragen für Kooperationen, die wir gar nicht mehr selbst initiieren müssen.“ Dietmar Schwenger Das Programm im Herbst: GoldStar TV plant neue Hitparaden-Sendung Ismaning (dis) – Neben den Videoclips bietet GoldStar TV immer wieder Specials. So wird der Sender wieder vom Oktoberfest berichten, wo das Unternehmen auch in diesem Jahr seinen Wiesn-Treff feiert. Anfang September zeichnet GoldStar eine „VIP“-Sendung zum 80. Geburtstag des Sängers Fred Bertelmann auf, während im Oktober ein Special zu Howard Carpendale und weitere Live-Mitschnitte noch einmal gezeigt werden. Hintergrund hierfür ist eine Promotion- Aktion, bei der alle Abonnenten von Premiere im Oktober GoldStar TV frei empfangen können. Ende Oktober und im November folgen zwei Sendungen über die Formation Münchener Freiheit, und zur Adventszeit zeichnet GoldStar eine Sendung aus dem Krallerhof in Salzburg auf. Für 2006 plant das Unternehmen eine monatliche Sendung nach „bewährtem Hitparadenmuster, bei der wir gezielt Newcomer vorstellen wollen“, sagt Gottfried Zmeck. Kooperationsfreudig: Zmeck Bei ihnen laufen die GoldStar-Fäden zusammen (v.l.n.r.): Alexandra Rösch (Leiterin Marketing), Isabella Schweiger (Leitende Redakteurin GoldStar TV und Studioleitung), Matthias Friedrich (Leitung Musikredaktion) und Kerstin Gruner (Leitung Öffentlichkeitsarbeit) schwerpunkt.schlager schwerpunkt.schlager 6 35/2005 EMI Music arbeitet an der Neupositionierung von Schlagerkünstlern Alte Klischees stimmen nicht mehr Köln – Seit zwei Jahren betreut ein Team um A&R-Manager Stefan Ultsch im Hause EMI Music Schlagermusik. Das Engagement des Kölner Majors, der mit dem Electrola-Label auf eine lange Tradition in diesem Bereich zurückblicken kann, ist unverändert hoch. Dabei sind die Grenzen zwischen Schlager und Pop durchlässig geworden. „Strategisch ist das Segment sehr fest bei EMI verwurzelt und genießt einen hohen Stellenwert, daran hat sich seit Electrola- Zeiten nichts geändert“, sagt Stefan Ultsch, A&R MOR/Schlager bei der EMIFirma Capitol, im Gespräch mit Musik- Woche. Das Team um Ultsch betreut derzeit 15 Künstler aus dem Schlagersegment. „Die wichtigsten davon sind Michelle, Matthias Reim und De Randfichten, aber auch Helmut Lotti und die Höhner verkaufen hohe Stückzahlen und sind zum Teil schon sehr lange mit der EMI verbunden.“ Damit verdeutlicht Ultsch die Tradition von Schlager, volkstümlicher Musik und Middle Of The Road (MOR) im Hause EMI. Nach dem Ende von Electrola als eigenständige Zelle ist Ultschs Abteilung seit etwa zwei Jahren direkt bei Capitol angesiedelt. Das Spektrum reicht von Volksmusik über klassischen Schlager bis hin zu Pop und Crossover. Zum Team gehören mehrere Produktmanager, von denen Marc Zumkeller als Junior Product Manager ausschließlich die MOR-Veröffentlichungen betreut. Großen Wert legt Ultsch darauf, dass der Begriff „Schlager“ schon längst nicht mehr ausreicht, um das Spektrum der Künstler in diesem Segment zu beschreiben. „Michelle bezeichnen wir heute nicht mehr als klassischen Schlager, denn das, was sie macht, unterscheidet sich nicht grundsätzlich von dem, was Yvonne Catterfeld macht“, erläutert er. „Beide können in die gleichen Fernsehshows gehen – auch wenn Michelle natürlich eine ganz andere Historie hat. Die Grenzen zwischen Schlager und Pop sind jedenfalls transparent geworden.“ Auch in anderen Bereichen seiner Arbeit habe sich in den vergangenen Jahren einiges geändert, sagt Ultsch: „Das klassische MORRepertoire existiert nicht mehr. Dafür sind etwa De Randfichten ein gutes Beispiel. Die Band gab es schon seit zwölf Jahren, als ich sie 2003 unter Vertrag nahm. Im Osten war sie sehr etabliert, aber uns war klar, dass sie mit dem,Holzmichl‘ auch bundesweit landen würde.“ Der Erfolg der Randfichten sei ein Paradebeispiel dafür, dass „Musik, die aus einer vermeintlichen Nische kommt, auch kommerziell im großen Maßstab funktionieren kann“. Diese Veränderungen betreffen auch das Marketing für Schlagerkünstler, so Ultsch: „Hier hat sich einiges entscheidend verändert. Man muss neue Wege beschreiten. Der klassische Ansatz -,wir machen eine Fernsehshow und das war’s dann‘ – kann es nicht mehr sein.“ Bei EMI seien nun auch der Online- und Mobile-Bereich bei der Vermarktung sehr wichtig geworden. „Denn damit sprechen wir eine breitere Zielgruppe an, was bei den Randfichten ja sehr gut funktioniert hat.“ Nachdruck legt Ultsch auch auf seine These, dass die Altersstruktur der Schlagerhörer heute anders aussehe als noch vor zehn Jahren: „Das Klischee, dass Schlager Musik für eine ältere Zielgruppe sei, stimmt einfach nicht mehr. Marktforschungen haben ergeben, dass Künstler wie Michelle oder Matthias Reim Fans im Alter von 15 bis 70 Jahren ansprechen.“ Aus diesem Grunde habe EMI ganz bewusst an der Neupositionierung von bestimmten Künstlern in diesem Segment gearbeitet. Ohne Live-Arbeit kein Erfolg „Zwar ist es nach wie vor schwierig, die Künstler in TV-Shows unterzubringen, wo man sie nicht vermuten würde“, klagt Ultsch. „Aber wie unser Beispiel Randfichten wieder zeigt, war es hier möglich, auch in Sendungen wie,Top Of The Pops‘ oder ,The Dome‘ zu gehen. Das hat ihr Publikum mit Sicherheit vergrößert.“ Gleichzeitig sei die Live-Arbeit der Künstler wichtig, die Ultschs Team dann mit Promotion und Marketing-Aktionen unterstützt. Am 26. September erscheint die Randfichten- DVD „Heja Ho, de Randfichten sei do – live“. Am gleichen Tag kommt mit „6:0“ das neue Studioalbum der Höhner auf den Markt. Der dritte Herbstschwerpunkt stammt von Matthias Reim, dessen CD bereits am 19. September in den Läden steht und in einer Special Edition mit Bonus- DVD erhältlich sein wird. 2006 stehen dann neue Alben von Michelle und Hemut Lotti auf dem Plan. Dietmar Schwenger Führt die Electrola-Traditon mit neuen Veröffentlichungen von Matthias Reim und De Randfichten fort: Stefan Ultsch schwerpunkt.schlager schwerpunkt.schlager 7 35/2005 Antonia Comeback mit Dirndl-Power Palma/Bottrop – Ihr neues Album „Dirndlmania“ enthält jede Menge eingängiger, bierzelttauglicher Partysongs. Und auch mit der Single „Dirndlsong (Fass mir an mein Dirndl…)“ dürfte Sandra Stumptner alias Antonia auch in Deutschland ihre Fanbasis deutlich erweitern. Für das Marketing und die Promotion der Künstlerin ist seit Anfang 2005 die Firma CP Concept & Promotion in Bottrop zuständig. Ab sofort erscheinen ihre neuen Produktionen auf dem Label Bluestyle Records im Vertrieb von Zyx Music. Den Anfang macht am 12. September die Single „Dirndlsong (Fass mir an mein Dirndl…)“. „Diese Single erscheint als 2-Track-CD, die neben einer Radioversion und einem Remix von Team33 zusätzlich das aufwändige 3D-animierte Video enthält,“ erklärt Claudia Adams, Geschäftsführerin von CP. „Begleitend zum VÖ startet eine TV-Kampagne auf Sat.1, ProSieben und Kabel 1. Ergänzend dazu werden auch TV-Spots auf SuperRTL gebucht.“ Denn schon Kinder ab drei Jahren zählten zur Zielgruppe von Antonia. Um ihre Medienpräsenz weiter zu steigern, zieht die dralle Alpendiva am 4. September bei „Big Brother – Das Dorf“ ein. Flankierend laufen ab diesem Zeitpunkt auch auf RTL II diverse Spots. Ein Auftritt im ZDF-Fernsehgarten am 11. September soll die starke TV-Präsenz abrunden. „Neben den TV-Aktivitäten wird es aber auch eine intensive redaktionelle Pressekampagne, unter anderem zusammen mit,Bild‘ sowie weitere Printanzeigen geben“, sagt Claudia Adams. Etwas Besonderes hat sie sich für die Außenwerbung ausgedacht: Von Anfang Juli bis September sind am Flughafen von Palma de Mallorca vier riesige Plakate mit dem Konterfei von Antonia zu sehen, die nachts beleuchtet werden. Insgesamt werden etwa acht Mio. Urlauber aus Deutschland an diesen Plakaten vorbeigehen. Kein Wunder, dass die ungewöhnliche Aktion schon für großes Aufsehen gesorgt hat. „So etwas hat bis jetzt noch niemand gemacht“, berichtet Claudia Adams. Speziell in Österreich werden zur Veröffentlichung noch Funkspots auf Ö3 geschaltet. Zudem geht Antonia auf eine umfangreiche Händlertournee. Diese Maßnahmen sollen die Sängerin vor allem in Deutschland stärker in die Öffentlichkeit stellen. „Die letzten beiden Singles waren in Österreich sehr erfolgreich und haben sich dort wochenlang in den Top Ten der Charts platziert. In Deutschland haben die Songs aus verschiedenen Gründen nicht so gut funktioniert“, erklärt Adams. Das soll sich jetzt mit dem „Dirndlsong (Fass mir an mein Dirndl…)“ und dem Album „Dirndlmania“ ändern. Norbert Schiegl www.antonia.at @ Herisau (ns) – 2002 gründete Geschäftsführer Beat Müller zusätzlich zu seiner Firma Star Productions das Label Zoom Music. Diesen Schritt hat er bis heute nicht bereut: „Früher hatten wir sehr viele Produktionsaufträge aus der Plattenindustrie,“ erklärt Beat Müller. „Als die ausblieben, war es ein logischer Schritt, ein eigenes Label zu starten, um unsere eigenen Produktionen zu veröffentlichen. Inzwischen sind wir aber auch offen für andere Künstler, die nicht direkt bei uns unter Vertrag stehen.“ Zyx Music vertreibt die Produkte weltweit, die vor allem aus dem Schlager- und Volksmusikbereich stammen. Zu den aktuellen Schwerpunkten zählt das neue Album „Hejo, hejo“ der Muntermacher aus Österreich. Auch vom elfjährigen Marc-Robin aus der Schweiz, dessen erste CD, „Musik ist mein Leben“, gerade erschienen ist, sowie vom neuen Album der Pläuschler verspricht sich Beat Müller viel: „Wir wollen nicht nur Platten herausbringen, sondern die Künstler auch auf möglichst vielen Veranstaltungen platzieren, um so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu erzielen. Sonst lohnt sich der ganze Aufwand nicht.“ Einen großen Vorteil sieht Müller in der engen Verzahnung von Zoom Music und der Star Productions GmbH, womit beide Firmen den Künstlern und Bands einen Fullservice anbieten können. Und dank der Arbeit von freien Promotern könne er flexibel reagieren und unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Zoom Music setzt auf Fullservice-Angebot www.zoom-music.com, www.muntermacher.com, www.marc-robin.ch, www.plaeuschler.ch @ Präsent in Deutschland und auf Mallorca: Antonia und ihr „Dirndlsong“ Schwerpunkt von Zoom Music: die Muntermacher schwerpunkt.schlager schwerpunkt.schlager 8 35/2005 MCP Sound & Media Expansion trotz Zurückhaltung der Medien Ötztal – Die Firma MCP Sound & Media setzt im Schlager und Volksmusikbereich weiterhin auf Wachstum. Dazu verpflichtete sie eine Reihe namhafter Künstler, unter anderem Andy Borg und die Wildecker Herzbuben. Den direkten Draht zu den Konsumenten entwickelte MCP Sound & Media mit einem breit aufgestellten Rackjobbing- System. „Dadurch ist es uns möglich, unsere Produkte auch in Tankstellen, Baumärkten und kleinen Lebensmittelmärkten anzubieten, und das macht uns gerade in Österreich im Vertriebsbereich sehr stark“, sagt Geschäftsführer Karl Krajic. Sehr erfreulich entwickelt sich bei MCP auch der Musik-DVDBereich. „Die Stückzahlen bei Schlager- und Volksmusikproduktionen kommen langsam dahin, wo es sich rechnet. Von den Ladinern haben wir bis jetzt schon mehr als 10.000 DVDs verkauft.“ Krajic sagt, er spüre, dass sich was tut im DVD-Bereich: „Man muss nur aufpassen, dass man die richtigen Künstler auswählt, die auch über eine entsprechende Fangemeinde verfügen.“ Zum Beispiel die Ladiner: Am 27. Oktober erscheint bei MCP ihr neues Album, das voraussichtlich „Ein Meer voll Traurigkeit“ heißen wird. Es ist einer der Herbstschwerpunkte. Zudem nahm MCP die Wildecker Herzbuben unter Vertrag: Im September folgt ein neues Album. Sehr zufrieden zeigt sich Karl Krajic auch mit den Verkaufszahlen der letzten Produktion von Andy Borg, „Singt seine Lieblingshits von Peter Alexander“. „Andy Borg war immer schon ein großer Fan von Peter Alexander, und wir haben ihm gern den Wunsch erfüllt, ein solches Album zu veröffentlichen.“ Über 30.000 Exemplare verkaufte es bereits. „Mehr hätten wir auch von einer entsprechenden Schlagerproduktion von Andy Borg nicht absetzen können. Da haben uns die vielen hochkarätigen TV-Auftritte sehr geholfen“, sagt Krajic. Eine der größten Schwierigkeiten, mit denen MCP Sound & Media zu kämpfen habe, sei die mangelnde Präsenz der Schlagerund Volksmusikkünstler in den Medien, von positiven Ausnahmen wie Andy Borg einmal abgesehen. „Wo es noch möglich ist, schalten wir Radiospots,“ erklärt Krajic. Sonst setzt die Firma vor allem auf Printanzeigen, um Neuerscheinungen zu bewerben. Ganz wichtig seien nach wie vor Live-Konzerte, denn damit „kann sich der Künstler vor Ort etablieren“. Einer der wenigen Lichtblicke im Medienbereich ist für Krajic die TV-Sendung „Melodien der Berge“. „Die ersten Neuausstrahlungen erreichten dieses Jahr im Schnitt mehr als 1,5 Mio. Zuschauer.“ Den Stellenwert des Grand Prix der Volksmusik schätzt er ebenfalls sehr hoch ein: „Er ist zwar nicht die wichtigste Veranstaltung des Jahres für uns, aber gerade für neue Künstler ein wichtiges Sprungbrett.“ MCP setzt seine Hoffnungen dieses Jahr auf die Schweizer Künstlerin Sarah-Jane und ihren Titel „Einmal hin, einmal her“. In Szene gesetzt wurde der Song von Carlo Brunner, einem der erfolgreichsten Produzenten der Schweizer Volksmusikszene. „Der Titel ist sehr schwungvoll“, so Krajic, „und wir hoffen, dass sich Sarah- Jane damit im Spitzenfeld platziern wird.“ Das Album erschien bereits Ende Juni. Auch den Zillertaler Haderlumpen und ihrem Titel „Schau nicht weg, wir sind die Zukunft“ räumt Krajic beim Grand Prix gute Chancen ein. „Mit ihrem Friedenslied sind sie bei der Vorausscheidung in Österreich sehr gut angekommen. Lassen wir uns überraschen, wie die Schweiz, Deutschland und Südtirol drauf reagieren.“ Abgerundet wird die MCP-Präsenz von Claudio De Bartolo und seinem Titel „Ich hab heut Nacht mein Herz gefragt“, ein Album folgt demnächst. Norbert Schiegl www.mcpsound.at @ Umsatzgaranten für MCP: Andy Borg und die Ladiner impressum Verleger und Herausgeber Ulrich Scheele Chefredaktion Ulrich Scheele, Manfred Gillig-Degrave (verantwortl., Anschrift siehe Verlag) CvD/Textchef Dr. Ulrich Schmid Redaktionsleiter Norbert Schiegl (ns, -175) Redaktion Daniela Gutfleisch (dg, -174), Katarina Kezeric (kk, -173), Frank Medwedeff (fm, -178), Knut Schlinger (ks, 177), Dietmar Schwenger (dis, -176) Produktion Silvia Domakowski (-156) Layout Brigitte Bockmeier (-211) Schlussredaktion Birgit Schlinger Bildredaktion Dr. Michael Kühn (Ltg., -357), Cornelia Hellenschmidt (-275) Content Management Musik Christian Maschek (cm, -192) Anzeigendirektor Stefan Lessmeier (-330, ; verantw., Anschr. s. Verlag) Leitung Vertrieb Stefan Rörig (-391) Anzeigenverkaufsltg. Musik Gitta Metzger (-313) Redaktionsadresse Einsteinring 24 85609 Dornach/München Tel.: 0 89/4 51 14-0 Fax: 0 89/4 51 14-4 44 Homepage: www.mediabiz.de E-Mail: [email protected] Der Preis für den Bezug der wöchentlichen Chart-Poster beträgt halbjährlich € 16,00 und ist nur in Kombination mit einem musikwoche-Abonnement möglich. Die Leistungen der musik.lounge (ohne die Printausgabe der musikwoche) können im Abonnement bis zum 31.12.2003 zu einem Einführungspreis von halbjährlich € 72,- (statt regulär € 89,-) bezogen werden. Unsere Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher MwSt. Die Zahlung für das Abonnement ist im Voraus zu leisten. Das Abonnement ist zunächst gültig für die Dauer eines Jahres und verlängert sich jeweils automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens sechs Wochen vor Ablauf beim Verlag schriftlich gekündigt wird. Bei Nichtbelieferung im Falle höherer Gewalt bestehen keine Ansprüche. Erfüllungsort ist Dornach, Gerichtsstand ist München. 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MusikWoche-Special: Schlager
Volksmusik- und Schlagersegment bleibt stabil





