Recorded & Publishing

MusikWoche fragt Indies: Wo krabbelt’s?

In seiner Halbjahresbilanz für das Jahr 2025 weist der BVMI gerade mal ein Plus von 1,4 Prozent für den deutschen Musikmarkt aus. Angesichts dieser schleppenden Dynamik fragte MusikWoche den unabhängigen Sektor: Wie entwickelt sich der Markt für­ ­Independent-Firmen angesichts deutlich geringerer Wachstumszahlen?

Stefanie Marcus, Inhaberin Traumton Records: Wie sich der Markt für Independent-Firmen im Allgemeinen entwickelt, kann ich nicht beurteilen. Mein Eindruck ist, dass die großen Indies sich kaufen lassen und die kleinen nicht überlebensfähig sind. Damit hat sich der Begriff „Independent“ dann allerdings auch schon erledigt. An die Stelle der Indies sind selbstvermarktende Künstler getreten, von denen einige wenige ihre Unabhängigkeit sehr erfolgreich vertreten und verteidigen. In unserer 1,6-Prozent-Marktnische des Jazz wird viel von Unabhängigkeit gesprochen, in der Tat gibt es aber einen großen Anteil an Veröffentlichungen, die von Förderung oder Kooperationspartnern abhängig sind. Für einen Weg aus dieser Abhängigkeit heraus sehe ich momentan wenig Initiative und Ideen.

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