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MusikWoche-Dossier: Hits für Kids

Musik für Kinder hat eine lange Geschichte. Doch längst geht es nicht mehr nur um typische Themen wie „Schlümpfe“ oder „Schnappi“. Denn zunehmend entwickeln sich die ganz jungen Hörer zur Zielgruppe für Popmusik. Erfolge von Acts mit Kinder-Appeal wie Banaroo, Chipz oder Ilona zeigen der Branche neue Perspektiven auf.

8 35/2005 dossier.hits für kids 35/2005 9 hits für kids.dossier Popmusik wird immer jünger Hits von Kids München – Musik für Kinder hat eine lange Geschichte. Doch längst geht es nicht mehr nur um typische Themen wie „Schlümpfe“ oder „Schnappi“. Denn zunehmend entwickeln sich die ganz jungen Hörer zur Zielgruppe für Popmusik. Erfolge von Acts mit Kinder-Appeal wie Banaroo, Chipz oder Ilona zeigen der Branche neue Perspektiven auf. Das kleine Krokodil Schnappi schaffte noch den Brückenschlag vom klassischen Kinderlied zum Ohrwurm für das erwachsene Publikum, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern sogar auf dem internationalen Hitparaden-Parkett. Unter den jungen Musikhörerinnen und -hörern wächst derweil eine neue Generation heran, die sich noch viel früher von Pop-Hits ansprechen lässt als die jugendlichen Kunden bislang. Acts wie Banaroo und Chipz, aber auch Eminem oder Sarah Connor sind Pausenthemen auf den Höfen der Grundschulen. Und der Trend ist eindeutig; er führt geradewegs in den Kindergarten: „Mittlerweile wird die Zielgruppe immer jünger und kommt immer früher mit Popmusik in Berührung“, weiß Benjamin Wahlert, Product Manager bei Universal Music. Super-RTL gelingt ein Coup mit Banaroo Mit Chipz und Ilona hat das in Berlin ansässige Unternehmen gerade erst zwei ganz große Erfolge bei den jungen und jüngsten Musikfans gelandet. „Beide Themen und Künstler finden sicherlich bereits in der Zielgruppe im Kindergarten statt“, erklärt Wahlert. „Nicht umsonst betreiben wir mit beiden Themen unter anderem auch so genannte Kindergarten-Promotion und bringen die Künstler dort den Kindern näher.“ Auch der Münchner Jugend-Marktforscher Axel Dammler (siehe „Nachgefragt“ Seite 12) beobachtet, „dass das Thema Popmusik in den letzten Jahren deutlich jünger geworden ist“. Allerdings sei man in Deutschland noch nicht ganz so weit wie in England. „Dort waren die Spice Girls seinerzeit schon für Mädchen ab sechs Jahren ein großes Thema.“ In Deutschland hingegen sei die Einstiegs- Zielgruppe für diese Formation damals drei bis vier Jahre älter gewesen. Im Allgemeinen zeigt sich bei den Kids das Interesse an Musik sehr früh, und das gilt es zu nutzen. „Ab dem Moment, wo Kinder ihre Musikwünsche oder Bedürfnisse äußern können, werden sie als Zielgruppe relevant“, erklärt Manfred Rolef, General Manager Kids Repertoire & Compilations bei EMI Music Germany. „Das beginnt je nach Entwicklung unterschiedlich früh, wohl spätestens aber ab drei Jahren.“ Rolef sieht den Erfolg von Acts wie Banaroo und Chipz, aber auch des Klingelton- Stars Crazy Frog als Indiz dafür, „dass sich die Grenzen zwischen Pop und Kindermusik zunehmend verwischen“. Bei der EMI sei man sehr zuversichtlich im Hinblick auf die Perspektiven im Kindersegment: „Darum wurde ja auch mit Happy Kids wieder eine eigene Unit für Kindertonträger bei EMI Music angesiedelt“, berichtet Rolef. Jens-Uwe Behnisch von Sony BMG weist aber auch auf die sehr unterschiedliche Ausprägung der Zielgruppe hin: „Es gibt schon Achtjährige, die 50 Cent hören, aber auch 14-Jährige, die noch für Banaroo zu begeistern sind“, so der Marketing Director Pop Domestic. „Allgemein beschäfti- Super-RTL begleitete sie mit einem täglichen „Star-Tagebuch“ auf dem Weg an die Spitze der deutschen Hitparade: die jugendliche Gruppe Banaroo 3 10 35/2005 dossier.hits für kids gen sich Kinder heute immer früher mit dem Thema Popmusik, anders als noch vor ein paar Jahren“, beobachtet Christophe Erbes, der Geschäftsführer des Kinder- Fernsehsenders Jetix, „besonders Mädchen, die ja den Jungen in ihrer Entwicklung ohnehin voraus sind. Und die gehen sehr intensiv und emotional damit um.“ Einen erheblichen Anteil am aktuellen Boom der kindgerechten Popmusik trägt der Kölner TV-Privatsender Super RTL. Der Marktführer in der Zielgruppe der Drei- bis 13-Jährigen hat als Kooperationspartner Veröffentlichungen von Acts wie Chipz, Ilona, Hot Banditoz oder DJ Ötzi begleitet. Mit Banaroo ging man in diesem Frühjahr einen Schritt weiter: Gemeinsam mit dem Label Na klar! (Sony BMG) wählte der Sender die vierköpfige Formation aus zahlreichen Bewerbern aus und begleitete sie mit einem täglichen TVFormat („Banaroo – Das Star-Tagebuch“) auf dem Weg zur ersten Single-Veröffentlichung. Die geballte Promotion-Power des Senders brachte den gewünschten Ertrag; Banaroos Debütsong „Dubi Dam Dam“ erreichte Platz zwei der Charts und Gold-Status, das Album „Banaroo’s World“ eroberte die Spitzenposition. „Gerade der Erfolg von Banaroo zeigt deutlich, wie relevant Kinder für den Musikmarkt geworden sind“, erklärt Michael Bolte, Leiter Licensing Sales bei Super RTL. Auch für das nächste Jahr sei wieder ein Projekt im Stil des „Star-Tagebuchs“ geplant. Jetix zeichnet Kids-Hits aus Der Sender begleitet den Erfolg seiner jungen Musik-Acts auch in seiner Eigenschaft als Lizenzagentur; zahlreiche Merchandise- Artikel sind bereits erschienen. Langsam stellt sich auch internationales Interesse ein. „Banaroo wird zum Beispiel in Benelux, Skandinavien, Osteuropa und Südostasien veröffentlicht“, berichtet Bolte. Die relevante junge Zielgruppe soll auch weiterhin im Programm von Super RTL bedient werden. Neben dem bereits etablierten „Toggo Soundclub“ ist für 2006 ein weiteres Musikformat angedacht, das sich voraussichtlich schon an Kinder ab dem Vorschulalter wenden soll. Auch bei der Preisverleihung der „Toggo Tops“, die der Sender am 25. September veranstaltet, können die Kinder über ihre Lieblings- Stars abstimmen. Während Super RTL mit den „Toggo Tops“ eine Premiere feiert, hat der Pay-TV-Kindersender Jetix seine Preisverleihung bereits fest im Kalender etabliert. Zum fünften Mal gehen am 30. Oktober die Jetix Kids Awards (siehe Kasten) über die Bühne. Gleich in drei Kategorien („Beste Band“, „Coolster Sänger“, „Heißeste Sängerin“) stehen bei den jungen Zuschauern Musikstars zur Abstimmung. Ins Rennen um die Preise gehen unter anderem Juli, Fettes Brot, Eminem, Gentleman, Sarah Connor und Avril Lavigne. „Da sich die Jüngeren immer auch nach oben orientieren, sind auch erwachsene Stars und Idole Vorbilder Jetix vergibt zum fünften Mal den Kids Award München (jl) – Das Comedy-Duo Erkan & Stefan moderiert die Show der Jetix Kids Awards, die am 30. Oktober im Rahmen der Jugendmesse You in Berlin über die Bühne gehen. Die jungen Zuschauer des Kindersenders Jetix, der 2000 als Fox Kids an den Start gegangen war, prämieren mit dem Award ihre Lieblinge aus den verschiedenen Unterhaltungsbereichen. Neben drei Musikkategorien stehen auch Kinofilme, TV-Stars, Games, DVDs und Fußballer zur Wahl. Bei den Jetix Kids Awards 2004 hatten sich unter anderem die Preluders als beste Band, Patrick Nuo als „coolster Sänger“ und Elli als „heißeste Sängerin“ durchgesetzt. Mit der Stimme der kleinen Joy vom Kinderlied zum Welthit: Schnappi, das Krokodil Heizen auch in diesem Jahr wieder die Preisverleihungs-Show von Jetix an: Hot Banditoz hits für kids.dossier für die Kinder und Jugendlichen“, erklärt Jetix- Geschäftsführer Christophe Erbes. „Daher rekrutieren sich die Nominierten der Jetix Kids Awards nicht einzig und allein aus einer so genannten Kinder-Popkultur.“ Die Musikkategorien spielen bei der Preisverleihung seiner Einschätzung nach „eine wesentliche Rolle“, und jedes Jahr erscheint eine Compilation-CD zu den Awards. Auch im sonstigen Programm des Senders, der zum Disney-Konzern gehört, hat die Popmusik ihren Stellenwert: „Bei Jetix stehen regelmäßig Pop-Events auf dem Programm“, berichtet Erbes. Konzerte wie „Live At Knebworth“ mit Robbie Williams oder der Mitschnitt von Avril Lavignes „Try To Shut Me Up“-Tournee seien „absolute Programm-Highlights bei den Kids“. In der Prominenten-Rubrik „Jetix des Monats“ sei das Thema Popmusik ebenfalls regelmäßig präsent, sagt Erbes. Die Dominanz von Popmusik fernab des klassischen Kinderliedes schlägt sich auch in den Fernsehquoten der ersten sieben Monate 2005 nieder (siehe Tabelle Seite 13). Auf den vorderen Plätzen finden sich als Favoriten der drei- bis 13-jährigen TV-Zuschauer Formate rund um Banaroo, Chipz oder den EMI-Act Baadingoo Beat. Beste Beste Freundin – Freundin – bester bester Umsatz! VÖ: 04.10.05 KIDDINX Entertainment GmbH Lahnstraße 21 D-12055 Berlin MM Media Trade Vertriebsges.m.b.H. An der Stadlhütte 1a A-3011 Purkersdorf TUDOR RECORDING AG Badenerstraße 531 CH-8048 Zürich Christian Konrad GmbH Industriestraße B 13 A-2345 Brunn am Gebirge www.kiddinx.de Marketing für gute Freunde TV-Werbung vom 8.10. bis 6.11.05 auf Onlinepromotion im KIDDINX-Portal und auf www.bibiundtina.de Cross-Promotion in den relevanten KIDDINX-Produkten bundesweite PR-Kampagne Kooperation mit dem Bibi-und-Tina-Magazin und © 2005 KIDDINX Studios Alex und das Internat VC EAN: 4001504208561 Alex und das Internat, Der Liebesbrief DVD EAN: 4001504303532 2 Filme auf einer DVD Mit vielenMit vielenExtras! Extras! TV-beworben Freddy in der Klemme CD EAN: 4001504261528 NEU! Freddy in der Klemme MC EAN: 4001504271527 Anzeige Kinder-Popkultur gewinnt für Plattenfirmen und Fernsehsender gleichermaßen an Bedeutung: Da sind sich Benjamin Wahlert (Universal), Manfred Rolef (EMI), Michael Bolte (RTL) und Christophe Erbes (Jetix) einig (v.l.n.r.) Auch Stefan Raabs Bundesvision Song Contest und sogar der altehrwürdige Eurovision Song Contest fanden die Gnade der ganz jungen Zuschauer. Zwar sieht nicht nur Michael Bolte das Fernsehen als „Mutter aller Medien“ für Kinder, doch man erkennt auch im Radio die zunehmende Bedeutung der Kinder-Zielgruppe. So ging vor wenigen Wochen in Berlin und Brandenburg der private Kindersender 3 12 35/2005 dossier.hits für kids Chipz-Single,,Chipz In Black‘, wurden mehr als 250.000 Exemplare verkauft“, rechnet Benjamin Wahlert vor. Mittlerweile stehen für den Universal-Act auch der Nummer-eins-Hit „Cowboy“ und das Top- Ten-Album „The Adventures Of Chipz“ zu Buche. „Den Bereich Popmusik für Kinder darf man sicherlich nicht außer Acht lassen“, findet Jens-Uwe Behnisch von Sony BMG. Allerdings warnt er auch davor, zu sehr auf kurzlebige Acts zu setzen. „Wir müssen in erster Linie Künstler aufbauen, die auch langfristig Erfolg haben.“ Bei der jungen Zielgruppe müsse man mit starken Schwankungen in der Akzeptanz rechnen. „Was heute interessiert, ist oft morgen schon nicht mehr interessant.“ Vor allem die Formation Chipz sieht Benjamin Wah- Radio Teddy auf Sendung. Zu hören sind Hörspiele und Kinderlieder, ebenso wie deutschsprachige und internationale Popmusik. Neben den Hits von Bibi Blocksberg schickt man „Superstar“ Alexander ebenso über den Äther wie den „Anton aus Tirol“ von DJ Ötzi. „Die Drei- bis- Zwölfjährigen haben als Zielgruppe für Popmusik eine große Bedeutung“, erklärt der Leiter der Musikredaktion von Radio Teddy, Mark Mathew. „Melodiös und gewaltfrei“ sollen die Poptitel in Programm des neuen Senders sein und zudem eine „fröhliche Anmutung“ haben. Dass die Relevanz von kinderaffiner Popmusik nicht nur in Fernsehen und Radio Früchte trägt, zeigen letztlich auch die handfesten Erfolge bei den CD-Verkäufen. „Von der ersten Nachgefragt bei Axel Dammler: „Kinder sind die Musikhörer und Musikkäufer der Zukunft“ München (jl) – Kinder entdecken Popmusik immer früher für sich. Und auch ihre Idole werden immer jünger, wie nicht zuletzt der Erfolg der zwölfjährigen Französin Ilona mit „Un Monde Parfait“ zeigt. MusikWoche sprach über diese Entwicklung mit dem Jugend-Marktforscher Axel Dammler, geschäftsführender Gesellschafter von Icon Kids & Youth. Musikwoche: Wird das Einstiegsalter für Popmusik immer jünger? Axel Dammler: Man kann wirklich beobachten, dass das Thema Popmusik in den letzten Jahren deutlich jünger geworden ist. Diese Entwicklung hat nicht zuletzt mit TV-Formaten wie „Deutschland sucht den Superstar“ zu tun: Alexander ist ein Kinderstar, der seinen Peak bei den Acht- bis Neunjährigen hat. So etwas gab es in dieser Form vor zehn oder 15 Jahren noch nicht. Ein Lied wie „Dragostea Din Tei“ von O-Zone haben Kinder im Kindergartenalter mitgeträllert. Kinder-Pop wie von Chipz ist ab dem Grundschulalter relevant. MW:Was sind die Gründe dafür? Dammler: Wir haben jetzt eine Elterngeneration, die selbst mit dieser Musik aufgewachsen ist und diese auch an ihre Kinder weitergibt. In den Haushalten läuft heute eben Popmusik. Die Eltern freuen sich auch, wenn sie im Auto keine Hörspiele, sondern Popmusik hören. MW: Spielt es eine Rolle, ob Texte englisch oder deutsch sind? Dammler: Bei den Ärzten, aber auch bei Hip- Hop-Acts wie Fler oder Sido üben Frechheit und Regelverstoß in den Texten einen besonderen Reiz aus. Dies gilt vor allem bei Jungs ab einem Alter von acht oder neun Jahren als cool. Es gibt aber keine Sprachbarriere im eigentlichen Sinne. Die Beschäftigung mit internationalen Acts findet auf einer anderen Ebene statt. Jungs zwischen elf und zwölf Jahren imitieren Gesten und Auftreten zum Beispiel von US-Rappern wie 50 Cent, ohne wirklich zu verstehen, was dahinter steckt. Ich hatte einmal einen Zwölfjährigen in einer Gruppendiskussion, der sich als Fan von Marilyn Manson ausgegeben hat. Wenn man etwas nachgefragt hat, merkte man aber, dass er sich nicht näher mit dem Thema auskannte. Das Schockpotenzial des Namens hatte hier offenbar einen großen Reiz. MW: Gibt es auch Popmusik, die Sie für Kinder problematisch finden? Dammler: Bestimmte Texte setzen eine Reife voraus, die jüngere Kinder nicht haben können. Es kann heikel werden, wenn Kinder über die Musik Dinge in ihren Sprachgebrauch aufnehmen, die sie nicht verstehen. Ich möchte das aber nicht dramatisieren, weil solche Entwicklungen vom persönlichen Umfeld relativiert werden können. Wie beim Fernsehen kommt es auch beim Musikhören darauf an, dass die Eltern ein Auge auf die Dinge haben und diese gegebenenfalls kommentieren. MW: Ist es für Kinder etwas Besonderes, eine CD als Tonträger zu besitzen? Dammler: Bei Kindern gibt es den Wunsch, bestimmte Dinge einfach zu haben. Sie möchten sie in der Hand halten, anschauen und sie teilen können. Sie wollen stolz sein. Ein physischer Tonträger wie die CD hat hier eine wesentlich höhere Bedeutung, als dies bei den Älteren der Fall ist. Es ist hier auch noch leichter, Kinder durch beigepackte kleine Geschenke oder Ähnliches zum Kauf einer CD zu animieren. MW: Sollte sich die Musikindustrie also verstärkt um die Kinder bemühen? Dammler: Das sehe ich definitiv so. Viele Eltern sind auf der Suche nach gemeinsamen Erlebnissen mit ihren Kindern. Für die Kinder gibt man Geld aus, das man für sich selbst vielleicht nicht ausgeben würde. Letztlich sind Kinder die Musikhörer und Musikkäufer der Zukunft. Je früher man sich die heranzieht, umso besser für die Musikindustrie. Je früher die Kids CDs kaufen, desto besser für die Musikindustrie: Kinder-Marktforscher Alex Dammler Auch in Deutschland: „Un Monde Parfait“ für Ilona hits für kids .dossier lert aber durchaus als Gegenentwurf zu dieser Entwicklung. „Wir haben es hier nicht mit einem One-Hit-Wonder zu tun“, sagt er. „Hinter Chipz steckt ein komplettes und durchdachtes Konzept.“ Für 2006 seien weitere Themen und Künstler aus dem kinderrelevanten Popbereich bei Universal in der Entwicklung. Es gilt, die Eltern zu überzeugen Die Zukunft wird zeigen, ob die Orientierung an einer jüngeren Zielgruppe dem schwächelnden Markt neue Impulse geben kann. Marktforscher Axel Dammler rät der Industrie zwar, Kinder frühestmöglich als potenzielle Käufer anzusprechen, doch Benjamin Wahlert äußert sich zurückhaltender: „Die Zielgruppe ist ein sehr wichtiger Bestandteil“ – wichtig sei es aber vor allem, umfassende Marketingkonzepte zu entwickeln. „Für die Kinder ist es cool, auf dem Schulhof mit einem physischen Produkt in der Hand zu stehen und es den Freunden zu zeigen“, sagt Michael Bolte von Super RTL. Allerdings sind sich alle Beteiligten einig, dass auch die Erwachsenen vom Produkt überzeugt werden müssen. „Gekauft werden die CDs letztlich von den Eltern“, meint Jens-Uwe Behnisch. Universal hat aber schon den kleineren Geldbeutel im Visier, wie das Debüt der französischen Chartstürmerin Ilona zeigt. Universal bietet das Mini-Album „Ilona“ mit acht Tracks zum reduzierten Preis von unter zehn Euro an. „Hier nehmen wir Rücksicht auf die jungen Konsumenten“, erklärt Benjamin Wahlert. Die Preisgestaltung sei mit Blick auf die Zielgruppe „ein klarer Vorteil“. Jörg Laumann www.kiddinx.de D KIDDINX Entertainment GmbH Lahnstraße 21 D-12055 Berlin A MM Media Trade Vertriebsges.m.b.H An der Stadlhütte 1a A-3011 Purkersdorf CH TUDOR RECORDING AG Badenerstraße 531 CH-8048 Zürich A Christian Konrad GmbH Industriestraße B 13 A-2345 Brunn am Gebirge Hochdruck-Garantie mit Benjamin! VÖ: 04.10.05 © 2005 KIDDINX Studios NEU CD Art.-Nr.: 4.26035 MC Art.-Nr.: 4.27425 Für die ganz Kleinen ab 3 Jahren MC Art.-Nr.: 4.27018 Fortsetzung der erfolgreichen Liederzoo-Reihe Lustige Lieder rund ums Wetter Echte Umsatzkraft durch Markencharakter PR-Anzeigen-Kampagne in zielgruppenadäquaten Zeitschriften Liederzoo „Wi-Wa-Wetterlieder“ mit einer tollen Sammelkarte zum Ausmalen Wetterfestes Marketing Die schönste Art Die schönste Art einzuschlafen … einzuschlafen … Das Einsteiger-Produkt von Benjamin Blümchen PR-Anzeigen-Kampagne in zielgruppenadäquaten Zeitschriften Traumhaftes Marketing … mit den Gute-Nacht-Geschichten von Benjamin Blümchen! Anzeige Top 10 TV-Musiksendungen bis August 2005 in der Kinder-Zielgruppe Platz Titel Sender Datum Mio. Markt- Zuschauer anteil in % 1 Banaroo – Das Star-Tagebuch Super RTL 07. 06. 2005 0,59 41,9 2 Baadingoo Beat Super RTL 27. 02. 2005 0,45 39,2 3 Eurovision Song Contest ARD 21. 05. 2005 0,39 45,1 4 Chipz Super RTL 29. 01. 2005 0,38 33,4 5 Vanilla Ninja Super RTL 06. 03. 2005 0,35 27,4 6 Bundesvision Song Contest ProSieben 12. 02. 2005 0,32 27,9 7 Lollipops Super RTL 08. 01. 2005 0,29 36,0 8 Die ultimative Chart-Show RTL 05. 03. 2005 0,24 15,7 9 Hot Banditoz Super RTL 02. 07. 2005 0,23 30,8 9 Die Hit-Giganten Sat 1 06. 01. 2005 0,23 20,7 Quelle: AGF/GfK-Fernsehforschung/PC#TV/Media Control, Zielgruppe der 3- bis 13-Jährigen 14 35/2005 dossier.hits für kids Random House Audio bringt Hörbücher mit Kinder- und Jugendliteratur Hören wird zum Abenteuer Hamburg (ds) – Am 14. September 2005 startet die „Eltern“-Zeitschriftengruppe in Kooperation mit Random House Audio die Hörbuch-Edition „Abenteuer Hören“. Für Karl-Heinz Pütz, Geschäftsführer der Hörbuchabteilung von Random House, ist das „die größte denkbare Herausforderung“. beiden Zielgruppen. Alle Hörbücher enthalten ausführliche, kindgerecht aufbereitete Informationen zu Werk, Autor und Sprecher. Zur Auswahl zählen zeitlos schöne Kinder- und Jugendliteraturklassiker wie „Eine Woche voller Samstage“ von Paul Maar, „Im Krug zum Grünen Walfisch“ von James Krüss oder „Rosa Riedl Schutzgespenst“ von Christine Nöstlinger. Unterwegs im Land der Kakerlaken „Hörbücher locken Kinder in die wunderbare Welt der Bücher“, sagt Marie-Luise Lewicki, Chefredakteurin von „Eltern“ und „Eltern for family“. „Sie unterhalten, machen Freude und schulen Fantasie und Kreativität.“ Und weil „unsere Kinder das Beste verdienen“, habe man die schönsten Kinderbücher und die besten Sprecher ausgewählt. „Das zahlt sich auch für die Eltern aus, die – auf langen Autofahrten, an Winternachmittagen oder beim gemeinsamen Spiel – Geschichten hören, die auch ihnen gefallen.“ Und so umfasst denn die Edition mit dem Slogan „Die schönsten Hörbücher – ausgewählt von ,Eltern‘ und,Eltern for family'“ insgesamt zwölf Hörbücher in zwei Boxen mit jeweils sechs Titeln. Mit den jeweiligen Oktoberheften der beiden Zeitschriften, die am 14. und 21. September erscheinen, startet die Edition mit den Kinderbuchklassikern „Urmel aus dem Eis“ von Max Kruse, gelesen von Dirk Bach, und „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne, gelesen von Rufus Beck. Parallel mit den Zeitschriften erscheint jeden Monat bis Februar 2006 je ein neues Hörbuch für die Unter den Sprechern finden sich Harry Rowohlt, Doris Dörrie, Wolfgang Völz, Gudrun Landgrebe oder Katharina Thalbach. „Für Kinder Hörbücher zu machen, ist die größte denkbare Herausforderung“, sagt Karl-Heinz Pütz, Geschäftsführer Random House Audio. „Denn sie sind die wahren Profis, wenn’s um erzählte und inszenierte Geschichten geht. Sie lassen sich von keinem noch so großen Namen blenden; der technische Aufwand bei der Aufnahme interessiert sie nicht. Für sie zählt nur, was eine Geschichte an Spaß, Leidenschaft und Spannung bietet. Ich bin sicher, dass wir mit der Edition ‚Abenteuer Hören‘ dieser Herausforderung getrost entgegensehen können.“ Für die Hörbuch-Edition der „Eltern“-Gruppe sind umfassende Werbemaßnahmen im Handel und im Internet vorgesehen; das Gesamtvolumen des Marketingpakets beträgt brutto rund eine Million Euro. Ab dem 14. September sind die ersten beiden Titel im Buch- und Tonträgerhandel und per Direktbestellung zum Preis von je 9,95 Euro erhältlich. Die komplette Edition gibt es in zwei Sammelboxen zum Vorzugspreis von je 45 Euro. Kümmert sich um „Eltern“ und Kinder: Karl-Heinz Pütz von Random House Audio Hamburg (ds) – Das Buch „Gregor und die graue Prophezeiung“ der amerikanischen Autorin Suzanne Collins erschien im Februar 2005 im Oetinger Verlag; Mitte September ist es als Hörbuch erhältlich (ISBN 3-7891-0075-7). Der Fantasyroman erntete überall positive Kritiken und ist ein Verkaufsschlager. Es geht darin um heldenhaften Mut und eine kaum zu bewältigende Aufgabe, die schließlich aber doch gelöst wird: Der Titelheld Gregor und seine kleine Schwester sind durch den Lüftungsschacht des Wäschekellers in ein endlos scheinendes Nichts gefallen. Am Ende dieses Nichts steht eine riesige sprechende Kakerlake. Die Kinder sind im Unterland gelandet, einer Welt unter den Kellern von New York. Dort leben die Menschen in einem brüchigen Frieden mit Spinnen, Kakerlaken, Ratten und Fledermäusen, die sie als Reittiere einsetzen. Gregor will nur eins: so schnell wie möglich zurück. Aber dann erfährt er, dass er in einer seltsamen Prophezeiung vorkommt. Wenn er sich auf sie einlässt, könnte er das größte Geheimnis seines Lebens lösen. Als Sprecher wirken an der szenischen Lesung Matthias Haase, Tobias Klausmann, Celine Vogt, Ernst-August Schepmann und Simon Roden mit. Die vier CDs finden sich jeweils einzeln verpackt in einer Box mit Klappdeckel; ein Booklet stellt alle Figuren vor. Seit 1991 schreibt Suzanne Collins erfolgreich für das US-Kinderfernsehen. „Gregor und die graue Prophezeiung“ ist ihr Debüt als Kinderbuchautorin. Jetzt auch zum Hören: Buch- Bestseller von Suzanne Collins 35/2005 15 hits für kids.dossier abstimmen und gewinnen! JETIX, JETIX KIDS AWARDS and related names and logos © and TM Disney Enterprises, Inc. z.B. heißeste sängerin Kids wählen ihre Stars in 8 Entertainment-Kategorien: www.jetixTV.de/awards wähle deinen star! Powered by: Sponsored by: JETIX täglich nur auf ab 2 EUR/Monat! Infos unter www.premiere.de/jetix oder Tel. 0180/5510022 (0,12 EUR/Min.) JETIX bei sonntags 11.00 bis 12.40 Uhr. Kooperationspartner: 01 Sarah Connor 02 Valezka 03 Sandy 04 Avril Lavigne Mitmachen und gewinnen. Mehr Infos unter www.jetixTV.de/awards Die JETIX KIDS AWARDS 2005 werden am 30. Oktober auf der BERLIN, Europas größter Jugendmesse, verliehen. coole preise! Jojo Club fährt Karussell Berlin (ds) – Vier Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren haben Lieder von Detlev Jöcker mit neuen Arrangements aufgenommen. Unter dem Titel „Jetzt geht’s los!“ stellt der Jojo Club auf dem Universal-Label Karussell sein erstes Album vor. An der Auswahl von zehn Liedern aus dem immensen Repertoire des erfolgreichsten deutschen Kinderliedermachers beteiligte sich Meister Jöcker persönlich. Dabei ging es um folgende Kriterien: Bekanntheit, Lerngehalt und Mitmachcharakter. Selma, Janine, Noah und Rami präsentieren unter dem Namen Jojo Club einen mitreißend modernen Popsound; die anerkannt pädagogisch wertvollen Lieder von Detlev Jöcker erhalten neue tanzbare Arrangements, die Kindern Spaß machen und Eltern und Erzieher überraschen dürften. Playbacks sowie Noten und Texte im CD-Booklet regen zur aktiven Beschäftigung mit den Liedern an. Produziert wurde das Ganze von Peter Hoffmann, der auch hinter den Erfolgen der Lollipops und der Kinderband Baadingoo Beat steht. Detlev Jöcker gefiel das Konzept des Jojo Club so gut, dass er sagt: „Die Umsetzung meiner Lieder im Pop- Sound von Jojo Club ist hervorragend gelungen. Die Kids werden bestimmt begeistert sein!“ Und er schrieb fürs Album zwei neue Lieder: das verträumte Stück „Ich hab Pause“ und den Titelsong „Gleich geht es richtig los!“, eine Hymne für alle Kinder, die ins Schul- oder Kindergartenjahr starten. Am 12. September erscheint „Jetzt geht’s los!“ bei Universal Family Entertainment auf Karussell (CD: 06024 987187 1, MC: 06024 987187 2). Auch Meister Jöcker ist zufrieden damit: das Album Jetzt geht’s aber wirklich los: der Jojo Club animiert zum Mitsingen

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