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MusikWoche-Dossier: 50 Jahre Michael Haentjes

Wer hätte gedacht, dass er es einmal so weit bringen würde? Michael Haentjes wundert sich wahrscheinlich manchmal selbst darüber, welchen Kurs sein Leben und seine Karriere bisweilen nahmen.

8 7/2006 Michael Haentjes im Profil Selfmademan mit Ambitionen Das Bemerkenswerte an der Karriere von Michael Haentjes: Jedesmal, wenn ihn Außenstehende schon fast abgeschrieben hatten, schaffte er das Comeback. Insofern ist das keine Allerweltsgeschichte, auch wenn sie seit dem kometenhaften Aufstieg der edel music AG zu Zeiten des Börsenbooms Ende der Neunziger und mit dem abrupten Absturz nach dem Platzen der Blase oft erzählt wurde. Dabei ist dieser Haentjes alles andere als ein Hazardeur, obwohl er sich immer wieder gern auf unerforschtes Terrain wagt, neue Wege geht und Dinge ausprobiert, vor denen andere zurückscheuen, weil sie deren Potenzial nicht erkennen. Einmal auf der Spur, lässt sich Haentjes so leicht nicht ablenken – und oft wurde er dabei fündig, stieß bisweilen sogar auf Goldadern, die dem Radar anderer Musikunternehmen entgangen waren. Als er 1986 seine Firma gründete, war die Welt der Majors noch in Ordnung; mit der Einführung der Compact Disc taten sich neue Marktdimensionen auf, die Erträge stiegen, und dabei war der durch die deutsche Wiedervereinigung 1989 ausgelöste Boom noch nicht einmal erkennbar. Die damals fünf großen Musikfirmen beherrschten den Markt; Independents waren geduldet, aber nicht gerade willkommen. Doch dann kam dieser ein wenig schräg, ein wenig schüchtern wirkende Typ daher, der seine Firma aufwertete, indem er sie edel nannte, und später das Presswerk namens Optimal dazu baute, der dabei jedoch nicht vor Produkten zurückschreckte, mit denen sich andere damals lieber nicht die Finger schmutzig machen wollten – vermutlich weil sie deren Marktwert schlicht und einfach nicht erkannten. Goldadern unter dem Radar der Majors Die Compilation-Serie zur Filmreihe „Eis am Stiel“ war so ein Thema oder die CDs mit Andreas Elsholz, dem Schauspieler aus der Serie „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“. „Wir haben ohne Hemmungen im Seichten gefischt“, gestand Haentjes einst. Dass er sich indes nicht mit solchen sicheren, wenn auch dubiosen Umsatzbringern begnügte, sondern nach mehr strebte, nach besseren Produkten, einem größeren Marktanteil, nach Anerkennung und Mitspracherecht in den Gremien der Tonträgerwirtschaft – das wurde nicht immer gern gesehen. IFPI, Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft und Deutsche Phono-Akademie – das waren viele Jahre lang Major-Veranstaltungen. Dass sich das im Lauf der Jahre geändert hat, ist in nicht geringem Maße ein Verdienst von Michael Haentjes, der sich in seiner stillen Art zunächst intensiv mit einer Sache zu beschäftigen pflegt, um sich eine Meinung zu bilden, die er dann auch zum richtigen Zeitpunkt und an passender Stelle äußert. Und der dann handelt, wenn er die Zeit gekommen sieht. So wurde in den Neunzigern schon vor dem Börsenboom und dem damit verbundenen edel-Höhenflug deutlich, dass mit Haentjes zu rechnen war, und zwar auf allen Ebenen. In den deutschen Phonoverbänden stieß das nicht immer auf Freude. Dass er jetzt als Vorstandsvorsitzender der Verbände deren Politik aktiv gestalten und nach außen vertreten darf, hätte sich von seinen Major-Kollegen vor zehn, fünfzehn Jahren wahrscheinlich niemand vorzustellen gewagt, geschweige denn zu hoffen vermocht. Dass er es trotz mancher Widerstände dennoch so weit ge- München – Wer hätte gedacht, dass er es einmal so weit bringen würde? Michael Haentjes wundert sich wahrscheinlich manchmal selbst darüber, welchen Kurs sein Leben und seine Karriere bisweilen nahmen. 3 dossier.50 jahre michael haentjes 7/2006 9 Schaffte sich als unabhängiger Plattenfirmenchef reichlich Gestaltungsspielraum: edel-Firmengründer und Konzernchef Michael Haentjes 10 7/2006 dossier.50 jahre michael haentjes kommen ist, mag als gutes Zeichen gelten – auch wenn die Zeiten längst nicht mehr so gut sind, wie sie es einst waren. Aber wahrscheinlich braucht die Branche gerade jetzt jemanden wie Michael Haentjes – einen Spitzenmanager, der nie ins Raster passte und der auch jetzt mit seinem Dreitagebart nicht dem üblichen Stromlinienmodell entspricht. Einen, der sich stets nach vorn orientierte und sich offen zeigte für Innovationen, der aber mit seiner ganzen Persönlichkeit eher dem Bild eines Firmenpatriarchen entspricht, wie sie früher im Musikbusiness nicht selten waren. Man muss hier nicht Ahmet und Nesuhi Ertegun (Atlantic) oder Berry Gordy (Motown) nennen – im deutschsprachigen Raum gab es das ja auch, wenn vielleicht in bescheidenerem Rahmen, siehe Branko Zivanovic (Bellaphon) oder Franz Koch. Aber Michael Haentjes gab sich eben nie damit zufrieden, am Ende des Tages zu zählen, was von den Umsätzen in der Kasse hängen geblieben war, obwohl er das zweifelsohne in bester Kaufmannsmanier auch gern tut. Er liebte die Musik – von Genesis, Kool & The Gang, Deep Purple. Und er hatte stets auch kulturelle Ambitionen. Nicht immer gingen dabei bei der edel-Ware wirtschaftlicher Erfolg und kultureller Stellenwert eine überzeugende Balance ein – doch davon ließ sich Haentjes nie beirren. Geboren in Köln, studierte er Musikwissenschaft und wollte Lehrer werden. Vom „Fachblatt“ über WEA zu edel Den Schuldienst quittierte er allerdings schon nach dem ersten Jahr am Gymnasium. Er arbeitete lieber als Musikredakteur beim Musikmagazin „Fachblatt“ und outete sich schon damals in seinen Rezensionen als großer Fan der Gruppe Genesis, deren Musik er fachkundig analysierte. 1978 gründete er zusammen mit dem Elektronikmusiker Klaus Schulze unter dem Dach der damaligen WEA, deren Chef Siegfried Loch war, das Label IC; die beiden Buchstaben standen zunächst für „Independent Composers“, später für „Innovative Communication“. Der erste Künstlervertrag wurde am 26. November 1978 mit dem Italiener Baffo Banfi geschlossen; rund zwei Jahre später veröffentlichte IC das erste Album der Berliner Gruppe Ideal um Annette Humpe, das zum mit Gold veredelten Vorreiter der Neuen Deutschen Welle avancierte. Haentjes stand zu jenem Zeitpunkt zwar schon als Lochs Assistent bei WEA in Lohn und Brot, doch der Kontakt zu Ideal und IC riss nicht ab. Bei der Ideal-Albenpräsentation im Oktober 1980 im IC-Hauptquartier im niedersächsischen Winsen an der Aller war er noch dabei, und als Ideal nach einem Jahr zu WEA wechselte, fand die Gruppe im damals noch relativ langhaarigen, chronisch unrasierten und gern im wärmenden Fellmantel auftretenden Haentjes wenigstens einen guten Bekannten vor. Der wurde 1981 zum Geschäftsführer von Warner Home Video befördert, eine Position, die er inne hatte, bis er von seinem Mentor Siegfried Loch genug gelernt hatte, um sich von der Teldec abwerben zu lassen. Haentjes war in all den Jahren nie ein hundertprozentiger Musikmann, sondern immer auch ein verkappter Buchverleger. Das fing mit einem Fanbuch über David Hasselhoff an, das der noch jungen Firma edel den Umsatz von 6,5 Millionen Mark verschaffte. Schon Anfang der Neunziger hegte Haentjes Pläne, sich im Buchhandel zu etablieren; aus dem Konzept einer Kinderbuchreihe wurde allerdings nichts. Dafür verlegt edel seit drei Jahren mit den Earbooks eine Edition, die Michael Haentjes besonders am Herzen liegt: Die Auswahl der Themen wie der Fotos für die Bildbände ist Chefsache, ebenso wie die Selektion der Musik für die beigelegten CDs. Um Musik zum Bild ging es bereits am Anfang der edel-Existenz: Haentjes gründete die Firma 1986 als Soundtrack- Versand, der jeden Monat einen Katalog mit allen deutschen und ausländischen Soundtrack-Veröffentlichungen verschickte. Diese Geschäftsidee war eher aus der Not geboren, denn den Posten als Marketingmanager bei Teldec hatte Haentjes verloren. Unkonventionell auf Erfolgskurs Nach dem Beinahe-Crash vor fünf Jahren ist edel wieder auf Erfolgskurs; selbst der Aktienkurs, der zeitweilig bei einem Kurs von 50 Cent dümpelte, hat sich gefangen und um die vier Euro eingependelt. Haentjes hält noch immer gut 70 Prozent des Aktienkapitals. Dass es gelang, edel nach dem Platzen der Börsenblase vor dem Untergang zu retten, ist zwar eine andere Geschichte. Doch sie verweist auf einen weiteren Charakterzug von Michael Haentjes: Der Mann ist nicht beratungsresistent – ganz im Gegenteil. Und er versteht es, gute Leute an sich und sein Unternehmen zu binden. Mit Michael Baur holte er damals einen Sanierer von der Unternehmensberatung Berger ins Haus, der inzwischen wieder gegangen ist, um anderswo aufzuräumen. Mit Timo Steinberg, Achim Harbich, Stefan Weikert und vielen anderen Mitarbeitern hat Haentjes ein Team um sich geschart, das es ihm erlaubt, die Zügel locker zu lassen und nur noch wenige Tage in der Woche in Hamburg zu sein. Doch anstatt sich in den vorzeitigen Ruhestand zu verabschieden und sich seiner Sammlung von Oldtimer-Autos zu widmen oder in seiner Villa am Comer See Kunst zu sammeln, widmet er sich lieber ehrenamtlich den Aufgaben als Vorsitzender der Phonoverbände. Vieles spricht dafür, dass er nicht nur mit unermüdlichem Einsatz, sondern auch mit unkonventionellen Maßnahmen noch für so manche Überraschung gut sein wird. Manfred Gillig-Degrave Vertragsunterzeichnung zwischen WEA und dem Label IC Records im Jahr 1978: Michael Haentjes (hinten, l.) und Labelgründer Klaus Schulze (vorn, l.) mit WEA-Chef Siggi Loch (vorn, r.) und WEA-A&R-Manager Killy Kumberger 7/2006 11 50 jahre michael haentjes.dossier Der Vorsitzende und seine Kollegen vom Bundesverband im Herbst 2005 (v.l.n.r.): Bernd Dopp (Warner), Niel van Hoff (damals EMI), Frank Briegmann (Universal), Rolf Gilbert (Sony BMG), Michael Haentjes (edel), Geschäftsführer Peter Zombik, Konrad von Löhneysen (MoS) und Kurt Thielen (Zebralution) Zwei Roadrunner: Michael Haentjes mit dem früheren Roadrunner- Geschäftsführer Louis Spillmann Schlossen 2005 einen Vertrag (v.l.n.r.): Michael Haentjes, Andreas Vollenweider, Anwalt Reinher Karl, Manager Henning Mielke, Michael Salamon (edel contraire), Dirk Mahlstedt (content records) und Joachim Harbich (edel records) Edelmetall für Scooter 1997 mit edel-Team und Tourmanagement (hinten, v.l.n.r.): Carsten Stäcker, Ferris Bueller (damals Scooter), Holger Storm, Maik Tappendorf, Sascha Lindemann, Michael Haentjes, Scooter-Sänger H.P. Baxxter und Torsten Mewes sowie (vorn) Rick J. Jordan (Scooter, l.) und Jens Thele Langjährige Vertriebspartner: Michael Haentjes mit Konrad von Löhneysen (Ministry of Sound) Langjährige Weggefährten: Michael Haentjes mit Consultant Herbert Kollisch (M.) und Peter Cadera, der als A&R-Manager bei edel records einstieg Erkannten das Potenzial der DVD (v.l.n.r.): Andreas Dautzenberg (Black Hill), Haentjes und Eagle-Rock-Gründer Terry Shand Hier kommt ein künftiger Verbändechef: Wolf-D. Gramatke mit Michael Haentjes Schulterschluss zwischen Pop & Politik: Haentjes mit Minister Bernd Neumann Bestens informiert: Michael Haentjes mit Cornelia Much (Midem) Trafen sich 1998 in Cannes: Heinz Canibol (damals Universal) und Michael Haentjes Branchenkenner: Rechtsanwalt Walter Lichte und Michael Haentjes Erfolgreiches Gregorian-Team (v.l.n.r.): Joachim Harbich (edel records & edel media), Produzent Frank Peterson, Michael Haentjes, Marcel Kaffenberger und Stephan Grulert (beide edel records) Holten die Musica als Independent des Jahres 1996: Haentjes und Chris Georgi 12 7/2006 dossier.50 jahre michael haentjes Die Branche gratuliert „Erfolgreicher Unternehmer und sympathisches Genie“ München (mw) – Als WEA-Manager, edel-Firmengründer und aktuell auch als Vorsitzender der deutschen Phonoverbände hat sich Michael Haentjes Respekt verdient. Bekannte, Freunde, Geschäftspartner und künstlerische Weggefährten gratulieren Haentjes zum runden Geburtstag. Michael Baur, Partner AlixPartners: Lieber Michael, auch auf diesem Weg nochmals meine herzlichsten Glückwünsche zu deinem runden Geburtstag. Intensiver und erfolgreicher als bei der spannenden Sanierung von edel music kann man wahrscheinlich kaum zusammenarbeiten. Es war eine unvergessliche Zeit als Vorstandskollege, und deine starke Persönlichkeit und dein herausragender Unternehmergeist haben mich nachhaltig geprägt. Ich wünsche dir alles Gute für die weitere Zukunft und freue mich auf unser nächstes gemeinsames Glas Wein! Alexander Welzhofer, Geschäftsführer WVG Medien: Du gehörst zu den Menschen, zu denen man bereits nach kürzester Zeit ein vertrauensvolles Verhältnis aufbaut – schade, dass wir uns erst vor eineinhalb Jahren besser kennen gelernt haben. Du bestichst mit deiner immer aufmerksamen, kompetenten und zuvorkommenden Art. Sprich, es ist ein großes Vergnügen, mit dir zusammenzuarbeiten! Happy Birthday, lieber Michael, ich und mein Team wünschen dir von Herzen nur das Allerbeste, ein weiterhin glückliches Händchen bei deinen Entscheidungen und eine kontinuierliche „Leichtigkeit des Seins“. Rolf Gilbert, COO Sony BMG: Lieber Michael, du hast in deinem jugendlichen Alter mehr erreicht als viele von uns in den so genannten Major Companies. Du bist dabei durch Höhen und Tiefen gegangen, was dir den Blick für das Wesentliche geschärft hat, dir Entscheidungskraft und letztendlich auch das notwendige Maß an Gelassenheit gegeben hat. Und du bist dabei „normal“ geblieben – eine der vielleicht schwierigsten Übungen für erfolgreiche Menschen. Es macht Spaß, mit dir zu arbeiten und es macht Spaß, mit dir zu feiern. Und so soll es nach Möglichkeit noch lange gehen. In diesem Sinne: Die besten Glückwünsche zum 50.Geburtstag! Chris de Burgh: After 30 years in the music business, working with some of the best record companies and professionals in the industry, in 2004 I had the pleasure of having my album „The Road To Freedom“ released by edel records. The highlight of that experience was being able to work with Michael Haentjes, a real gentleman and one of the last true Independents left. I look forward to working with him again and congratulate him on his 50th birthday – it surprises me that such a young man has achieved so much! All the best. Siggi Loch, Geschäftsführer ACT: 1978 bin ich Michael Haentjes in meiner damaligen Eigenschaft als WEA-Chef erstmals begegnet. Er kümmerte sich um die Belange von Klaus Schulze, und er hat mich mit seiner verbindlichen Art, gekoppelt mit seinem großen Engagement und Überzeugungskraft, sehr beeindruckt. Diese Eigenschaften hat er in den Jahren danach in jeder Beziehung optimiert. Der Labelvertrag mit Klaus Schulze wurde zwar kein Hit, aber aus der damaligen Beziehung zu Michael wurde eine echte Freundschaft, die bis heute Bestand hat. Diese gehört zu den besonders erfreulichen Erfahrungen, die ich in den 45 Jahren meiner Tätigkeit im Musikgeschäft machen durfte. Für seine Zukunft wünsche ich Michael Haentjes weiterhin Glück und Segen. Dagmar Sikorski, Präsidentin des Deutschen Musikverleger-Verbands: Sehr geehrter Herr Haentjes, zu Ihrem 50. Geburtstag wünschen wir Ihnen alles erdenklich Gute. Möge Ihnen vor allem Ihre Dynamik erhalten bleiben. Hinzukommen sollte noch ein bisschen mehr Optimismus, als der deutsche Musikmarkt hergibt. Mit diesen Glückwünschen verbinden wir Musikverleger aber auch die Hoffnung, dass es uns mit unseren Verbänden gelingt, trotz auszutragender Differenzen noch mehr Solidarität und Gemeinsamkeiten zu entwickeln, um so für unsere Mitglieder – vielleicht sogar mit Hilfe der Politik – noch bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Kurt Thielen, Geschäftsführer Zebralution: Lieber Michael, nur das Beste zum runden Geburtstag und viel Glück für deine Firma und bei der sicherlich nicht einfachen Vertretung der Interessen der Musikbranche in schwierigen Zeiten. Zollen Haentjes ihren Respekt (v.l.n.r.): Alexander Welzhofer (WVG Medien), Unternehmensberater und edel-Sanierer Michael Baur, Verlegerin Dagmar Sikorski und Anwalt Hans-Martin Gutsch 7/2006 13 50 jahre michael haentjes.dossier Peter Zombik, Geschäftsführer Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft und der Deut- schen Landesgruppe der IFPI: Lieber Michael Haentjes: Der 50. Geburtstag ist keine Zäsur – ich weiß das. Aber er ist ein besonders glücklicher Tag, besonders wenn er – wie bei Ihnen – mit persönlichem Erfolg, geschäftlichem Aufschwung und erfolgreichen Perspektiven für die Zukunft einher geht. Sie sind dem Musikgeschäft in besonderer Weise verbunden, Sie sind ein Teil von ihm, als Fan, als Protagonist, als Geschäftsmann, als Visionär. Ihre Vita ist beispiellos, denn auf Ihrem Weg haben Sie praktisch alle Pfade beschritten und waren in allen Bereichen tätig, die die Topografie des Musiklebens und des Marktes markieren. Enthusiasmus und Konsequenz kennzeichnen Ihren Weg und sind sicher auch wichtige Zutaten Ihres Erfolges. Dabei erscheinen Rückschläge als Herausforderung und Erfolge als Ansporn. Die Branche verdankt Ihnen viel, und einiges verdanken Sie vielleicht auch der Branche. Wohl auch deshalb stellen Sie Ihre Kraft, Ihre Sachkunde und Ihre Erfahrung als Vorsitzender der Verbände in den Dienst unserer gemeinsamen Sache in einer Zeit, in der sich unsere Branche in einer der schwierigsten Phasen befindet. Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich und wünsche Ihnen alles erdenklich Gute, für Sie persönlich, für Sie als Unternehmer und für Sie als Vorsitzenden unserer Verbände. Hans-Martin Gutsch, Sasse & Partner: Lieber Michael, herzlichen Glückwunsch zu deinem 50. Geburtstag! Ohne dich wäre die deutsche Musikwirtschaft um einiges ärmer. Mit der beruflich wie privat gemeinsam verbrachten Zeit verbinde ich viele denkwürdige Erinnerungen. Hierfür sowie für die Bereitschaft, deine Freunde stets zu unterstützen, vielen Dank! Für die Zukunft wünsche ich dir nur das Beste, vor allem aber, dass du dir diese einmalige Mischung aus Energie und Gelassenheit erhalten mögest, mit der du schon so viel erreicht und so viele Klippen umfahren hast. Manfred Schütz, Geschäftsführer SPV: Michael, eine Unternehmerpersönlichkeit, die mir immer Respekt abverlangte, ein Mann, der zu seinen Zusagen und Entscheidungen steht, ein Mitbewerber der alten Schule. Gesundheit für die nächsten 50 Jahre. Jörg Hacker, Managing Director TVT Europe: Michael, ich wünsche dir weiterhin Erfolg, Ausdauer und ein glückliches Händchen für gute Geschäfte. Danke noch mal, dass Du mir vor genau zehn Jahren die Chance gabst, meine Musikkarriere in Hamburg bei deiner damals noch jungen und aufstrebenden Firma fortzusetzen. Ich freue mich, zehn Jahre später wieder erfolgreich mit dir und deinem Team mit TVT Records zusammenzuarbeiten! Tina Funk, EMI Music Germany: Michael Haentjes hat edel vom „Ein-Mann-Betrieb“ zu Europas größtem Independent aufgebaut. Wir gratulieren ganz herzlich zu seinem 50. Geburtstag und wünschen ihm, dass er so bleibt wie er ist: Ein Visionär, manchmal Querdenker, und Kämpfer, der nie den Blick für das Ganze verliert. Frank Peterson, Produzent, Nemo-Studio: Lieber Michael, herzlichste Glückwünsche zum 50. Mach weiter so … bleib, wie du bist und vor Allem: Bleib, wo du bist! Hanseatische Grüße. Gerd Gebhardt, Executive Producer Echo: Lieber Michael, 50 Jahre – wie man so schön sagt „ein halbes Leben“, aber glaub mir, es tut nicht weh, ich weiß wovon ich spreche. Als Unternehmer und Verbändechef wünsche ich dir weiterhin die Fortune, die man braucht, um allen Seiten gerecht zu werden. Frei nach dem Motto: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!“ Herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Lebensjahr und auf die nächsten 50! Reynold D’Silva, Managing Director Silva Screen Records Group: Happy 50th Birthday to one of the music world’s great entrepreneurs! Peter James, 1. Vorsitzender VUT: Wir gratulieren nicht zu weniger Content, mehr Dienstleistung, Vermarktung statt Künstleraufbau und umsatzmäßiger Annäherung an den Major-Markt. Stattdessen herzlichen Glückwunsch zu 50 Lebensjahren und zig Jahren edel-Mut. Möge sein Ehrentag voller Musik sein, denn „music often has such a charm, to make bad good and good to provoke harm“ (Shakespeare). Steffen Kampeter, MdB und Obmann im Haus- haltsausschuss der CDU: Michael Haentjes ist ein Musikliebhaber und ein Profi. Er hat Sinn für das Künstlerische, weiß aber, dass dies ohne wirtschaftlichen Erfolg nicht zu realisieren ist. Ich habe ihn als jemanden kennen gelernt, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sein Ziel immer deutlich vor Augen hat. Genau diese Geradlinigkeit trägt sicher auch zu seinem Erfolg bei. Ich wünsche Michael Haentjes alles Gute zu seinem 50. Geburtstag und noch viele weitere gesunde und erfolgreiche Jahre. Auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm als Vorstandsvorsitzenden des Phonoverbands freue ich mich. David Hasselhoff: Michael is a different breed of businessman. He not only cares about an entertainer as a performer, but also as a person. I can attest to this personally as he has been my friend, my supporter and someone I can talk to on a personal basis. He is truly a gentleman and I am proud to say he’s my friend. 3 Anzeige Nur im livepaper! www.musikwoche.de/livepaper O-Töne aus Interviews? Glückwünsche von Mitbewerbern und Weggefährten (v.l.n.r.): 105-Gründer Heinz Canibol, TVT-Chef Jörg Hacker, SPV-Geschäftsführer Manfred Schütz und Musikproduzent Frank Peterson 14 7/2006 dossier.50 jahre michael haentjes Heinz Canibol, Geschäftsführer 105 Music: Lieber Michael, anfangs fiel es mir nicht immer leicht, dich und dein Handeln zu akzeptieren und zu verstehen. Und in manchen Aspekten könnten wir beide nicht unterschiedlicher sein, aber nach drei Jahren Exil in Köln ließ sich so manches im Nachhinein leichter verstehen … schließlich bist du ja ’ne echte kölsche Jung! Was allerdings nie fehlte, war die Sicherheit, sich auf dich als Kollege im IFPI-Vorstand verlassen zu können und der Respekt vor deiner unternehmerischen Leistung, der durch die Überwindung einiger Tiefen nur noch gewachsen ist. Dass du mit dieser Lebenserfahrung nun den Vorsitz der Verbände übernommen hast, zeigt Mut und den Willen, der Gemeinschaft zu dienen, sowie die notwendige Gelassenheit, in diesen turbulenten Zeiten gestalterisch auf dem Berliner Parkett aktiv zu werden. Dafür wünsche ich dir viel Glück – mit deiner Firma wünsche ich dir edel- Erfolge und privat wünsche ich dir gute Gesundheit und markante Entwicklungssprünge auf dem Weg zum erstklassigen Hobbykoch, der dann zum 60. Geburtstag als Chefkoch in sein eigenes Restaurant lädt. Alles Gute Werner Kimmig, Werner Kimmig GmbH: Er ist ein Lichtblick in der Musikbranche. Denn was Michael Haentjes auf die Beine stellt, hat kaum vorstellbare Dimensionen. Vom Einmann-Unternehmen zum inzwischen größten Independent Deutschlands mit mehr als 700 Mitarbeitern. Das soll ihm erst mal einer nachmachen – mit 50 Jahren. Da kann man ihm zum Geburtstag nur wünschen: Gesund und kreativ bleiben und immer die Nase vorn behalten. Konrad von Löhneysen, Managing Director Mini- stry Of Sound Recordings Germany: Trotz einiger Jahrzehnte in der Musikbranche ist und war Michael nie ein Rock ’n‘ Roller. Die sind mittlerweile eh selten. Er ist aber ein guter Stratege, ein hanseatischer Kaufmann, ein okayer Musikkenner, ein brillanter Weinkenner und jemand, mit dem man einen Deal mit Handschlag machen kann – und die sind noch seltener als die Rock ’n‘ Roller. Bernd Dopp, Chairman & CEO Warner Music GSA: Lieber Michael, ich gratuliere dir im Namen von Warner Music Germany herzlich zu deinem 50. Geburtstag und wünsche dir vor allem Gesundheit und viel Erfolg für die Interessenvertretung der deutschen Musikwirtschaft. Jens Thele, Managing Director Kontor Records: Lieber Michael, zu deinem 50. Geburtstag wünsche ich dir Gesundheit und weiterhin den Erfolg, den du mit edel hast. Schon seit fast 15 Jahren sind wir in den unterschiedlichsten Konstellationen verbunden – gestartet als mein Chef im ehemaligen edeleigenen Idealvertrieb im Telefonverkauf, weiter als Vertragspartner seit über zwölf Jahren mit Scooter und nun seit fünf Jahren als Anteilseigner von Kontor Records. Du hast uns in allem vertraut und respektiert, und dieses gegenseitige Vertrauen und der Respekt gehören sicher zu deinen Erfolgsgeheimnissen! Ich freue mich auf viele weitere gemeinsame Jahre. John Kennedy, Chairman & CEO IFPI: Many congratulations to Michael on this tremendous milestone. Michael Haentjes has proved himself a great record industry entrepreneur and a loyal friend to the work of IFPI. He has made a significant contribution to IFPI’s governing bodies over the years, helping represent the European independents, working very constructively with the majors and always looking for areas for united action between the two. He has sat on our boards at European and international level and remains a member of our European Executive Committee in his capacity of Chairman of the German national group. Michael has thoroughly deserved all the success he has achieved: he is not only a very astute colleague, he is also a very likeable and popular member of the IFPI community. Marshall & Alexander: Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag. Du hast in deinen ersten 50 Jahren mehr erreicht, als die meisten Menschen in 100 Jahren erreichen. Ich habe dich in den letzten fünf Glückwünsche aus dem In- und Ausland (v.l.n.r.): Mr. Echo Gerd Gebhardt, Clive Black (Blacklist Entertainment), EMI-Managerin Tina Funk und ACT-Inhaber Siegfried Loch 3 Auch die Künstler erweisen Michael Haentjes ihre Ehre (v.l.n.r.): Chris de Burgh, Tom Gäbel, Marshall & Alexander und David Hasselhoff 16 7/2006 dossier.50 jahre michael haentjes Jahren unserer Zusammenarbeit als cleveren Plattenboss und als großzügigen Menschen schätzen gelernt. Es ist ein Privileg, als Künstler in diesen turbulenten Tonträgerzeiten eine Heimat gefunden zu haben. Ich danke dir für das Vertrauen und freue mich auf alles, was wir noch gemeinsam erleben werden. Bleib gesund, gesund, gesund! Alles Liebe, Dein Marc Marshall Die 0 als Ziffer ohne Wort ist im allgemeinen nicht sehr begehrt. Doch macht sie den Geburtstag rund und gibt zum Feiern einen Grund. Lieber Michael, von ganzem Herzen wünsche ich dir alles erdenklich Gute zu diesem besonderen Ehrentag! Du und dein Lebenswerk bieten einem Künstler eine wirkliche Heimat! Schön, dass es dich gibt! Dein Jay Alexander Kenny Thomson, Ferryman Productions: I’d like to congratulate Michael Haentjes on his 50th birthday celebration, a real gent and a shining star to us all. Always a pleasure, not only to work with, but to spend time with socially. Congratulations. Cees Wessels, Roadrunner: Although we didn’t know it at the time Michael and I go back to when Klaus Schulze was running very succesfully his label, but we really got to know each other when edel was a shareholder in Roadrunner. Things worked out a bit different from what we both expected, but that didn’t stop me from being a great admirer of Michael. He has a great ability to see the big picture, he always has had a great vision of our industry and he is never afraid of committing himself to what he believes in. We both went through some difficult patches in our business history, but we always kept our friendship alive and that is something that I value more than anything else. Michael often claims that he is not an A&R person, but I still give him my highest accolade: „a true music guy“. Prosit Michael. Tom Gäbel, edel-Künstler: Ich gratuliere Ihnen, Michael Haentjes, herzlich zu Ihrem Geburtstag. Sie sind ein innovativer und mutiger Unternehmer, der mir und anderen Künstlern in turbulenten Zeiten eine echte Heimat bietet. Sie geben mir das Gefühl, mit Weitsicht und Geschick geleitet, aber nicht eingeschränkt zu sein und vermitteln durch Ihre Mentalität Ihren Mitarbeitern sowie uns Künstlern die Sicherheit, ein wichtiger Teil der edel-Familie zu sein – ich bin stolz darauf! Einen wunderschönen Festtag und „let the good times roll“! Clive Black, Blacklist Entertainment: Your honesty and integrity are rare qualities in our business. You are a man of great style, with huge amounts of energy for the things that you love. I thank you for all of your support and look forward to working with you for many years. You are a true friend. Herbert Kollisch, Media Consultant: Lieber Michael, wir kennen uns mittlerweile schon 20 Jahre. Ich kann mich noch genau erinnern, als du in den 80er-Jahren nach Stuttgart kamst, um zu erkunden, wie wir bei Intercord das mit den guten Charts-Positionen schaffen. Heute bist du ein überaus erfolgreicher Unternehmer und stehst an der Spitze der Verbände. Das ist eine Leistung, der man höchsten Respekt zollen muss. Dabei bist du aber immer das sympathische Genie geblieben, das du auch schon in der 80er-Jahren warst. Alle guten Wünsche zu deinem 50. Geburtstag. Frank Briegmann, President & CEO Universal Music: Lieber Michael, du hast in der Musikbranche viel bewegt, und ich wünsche dir, dass du weiterhin mit großer Energie vieles auf den Weg bringst. Ich wünsche dir beruflich und privat alles Gute. Mariko Takahashi und Stefan Winter, Winter & Winter: Lieber Michael! Die Koffer stehen gepackt im Flur – eine Szene wie im „Kirschgarten“, doch du bist aufgebrochen, um deinen Erfolg nicht in Feuchtwangs München, sondern im hanseatischen Norden zu suchen. Über zwanzig Jahre sind vergangen, dein Inserat, einen Nachmieter zu finden, hat uns zusammengeführt, und ein Band der Freundschaft wächst still und stark. Dein Lebenswerk widerspricht den Mannschen Romanfiguren, immer wenn ein Fall alles um dich herum nach unten reißt, lässt du dich nicht mitziehen (sic omnes ego non), sondern du stehst auf, und deine innere Kraft wächst, und du kämpfst gegen Gewalten, die Goethes Zauberlehrling gerufen hat, bist nicht er, sondern sein Hexenmeister: „In die Ecke, Besen, Besen! Seids gewesen. Denn als Geister ruft euch nur zu diesem Zwecke, erst hervor der alte Meister.“ Dir ist der Machiavellische Fürst fremd, nicht gnadenloser Machterhalt treibt dein Wesen, sondern du gestaltest und schaffst ein neues Gebäude, das dem Sturm trotzt und Schutz bietet. Du hast dein edles Haus in Hamburg gebaut, bist aber auch nach vielen Jahren am Elbufer fast noch ein Fremder mit katholischem Blut, durchdrängt mit Kölnischem Wasser aus einer bayerischen Quelle. Nun feiern wir mit dir dein wassermännliches Fest, die ersten fünf Dekaden sind geschrieben, du hast ganz Großes erreicht, was du in deiner Jugend selbst im kühnsten Traum nicht erahnen konntest. Deine Herzenswünsche, die niemand kennt und die es sicher noch gibt, sollen in Erfüllung gehen, und nie soll das Wachs deiner Schwingen der Sonne zu nahe kommen. Nimm bitte unsere herzlichen Glückwünsche. Literarische Grüße: Mariko Takahashi und Stefan Winter Loben Michael Haentjes als Freund und Geschäftspartner (v.l.n.r.): TV-Produzent Werner Kimmig, MoS-Chef Konrad von Löhneysen, Kontor-Macher Jens Thele und Reynold da Silva (Silva Screen)

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