Anlässlich des bevorstehenden 75. Tages der Hausmusik fordern die deutschen Musikverbände ein verstärktes Engagement des Bundes im Bereich der musikalischen Bildung. Die Präsidentin des Deutschen Musikverleger-Verbands (DMV), Dagmar Sikorski rief dazu auf, den Abbau des Musikunterrichts in den Grundschulen zu stoppen. Der Appell der Kreativverbände kommt wenige Tage nachdem der Bund eine Million Euro für eine neu zu gründende „Initiative: Musik“ zur Verfügung gestellt hat.
Es müsse die Herausforderung aller sein, der jungen Generation weiterhin den regelmäßigen Kontakt mit der Musik zu ermöglichen, erklärte Sikorski. In diesen Kanon stimmt auch der Präsident des Deutschen Musikrats, Martin Maria Krüger, mit seiner Forderung nach verbesserten Rahmenbedingungen für das Laienmusizieren ein. „Die Millionen von Menschen, die sich für das Musikland Deutschland ehrenamtlich engagieren, zeigen damit ein hohes Maß an Motivation, Identifikation und Mitverantwortung für die Zukunft unserer Gesellschaft“, erläutert Krüger. Dies sei für die professionellen Orchester und Musiktheater genauso von grundlegender Bedeutung wie für die Kreativwirtschaft und die Einrichtungen der schulischen und außerschulischen Bildung.
In Deutschland sind nach Angaben des Geschäftsführers der deutschen Musikverbände, Dr. Heinz Stroh, über sieben Millionen Menschen in Orchestern und Ensembles sowie in Rock- und Jazzgruppen aktiv oder singen in Chören. Der 75. Tag der Hausmusik geht am 22. November mit Tausenden von Konzerten über die Bühne.






