Die Standortfrage bekommt bei Sony BMG neues Gewicht: Sollte das Unternehmen seine Berliner Dependance verkleinern, drohen finanzielle Sanktionen des Berliner Senats, der den Sony-Umzug einst förderte. „Wenn sie gehen, müssen sie zahlen. Die Förderung ist an die Bedingung gebunden, dauerhaft Arbeitsplätze zu sichern“, bestätigte Christoph Lang, Sprecher von Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolff (PDS). Der hatte sich bei der Sony-BMG-Spitze über die Zukunft des Standorts am Potsdamer Platz erkundigt, dabei aber offenbar auch nur gehört, dass die Standorte München und Berlin in noch nicht bekanntem Umfang erhalten bleiben sollen.
Nun droht dem Unternehmen wohl ein Auslaufen der bis 2006 gewährten Subventionen. Die in der Berliner Presse kolportierten Rückzahlungen in Millionenhöhe seien allerdings „pure Spekulation“, erklärte BMG-Sprecherin Katja Neese. Der Berliner Wirtschaftsstaatssekretär Volkmar Strauch hatte zuvor die Bedingungen für die Subventionen aufgezählt: Sony habe beim Umzug von Frankfurt nach Berlin zugesichert „200 Dauerarbeitsplätze, davon 120 für Frauen, in der Berliner Betriebsstätte“ zu schaffen – zuletzt hatte Sony Music rund 220 Jobs in Berlin. Bei Sony BMG plant man insgesamt mit 300 bis 350 Stellen in Deutschland, sollte es zu erwarteten Verteilung mit einer Zentrale in München und einem kleineren Kreativteam in Berlin kommen, ist die Berliner Vorgabe nicht zu halten.






