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Musikhandel schlägt zurück: Indie kauft Kaffeehaus

Die CD-Verkaufserfolge der Kaffeehauskette Starbucks haben im traditionellen Fachhandel bislang vor allem für erboste Reaktionen gesorgt: Nun aber dreht eine kleines US-Fachgeschäft den Spieß um und kauft sich ins Kaffeegeschäft ein.

Die Verkaufserfolge der Kaffeehauskette Starbucks mit Musikprodukten haben im traditionellen Fachhandel bislang vor allem für erboste Reaktionen gesorgt: Ketten wie HMV räumten aus Protest bei entsprechenden Exklusivangeboten der Kaffeespezialisten zwischenzeitlich gar den Backkatalog etablierter Künstler wie Bob Dylan oder Alanis Morissette aus den eigenen Regalen.

Nun aber dreht ein kleines US-Fachgeschäft den Spieß um: Nach Informationen des Branchenblatts „Billboard“ hat das in Atlanta ansässige Unternehmen Criminal Records die ebenfalls lokal operierende Firma Aurora Coffee mit ihren zwei Ladenlokalen übernommen – und will dort künftig neben Kaffee und Snacks auch ein Musiksortiment anbieten. Eric Levin, Inhaber von Criminal Records und zugleich Vorsitzender des amerikanischen Verbands der unabhängigen Musikhändler AIMS, will nun laut „Billboard“ nicht nur von der zusätzlichen Verkaufsfläche profitieren, Kaffee sei auch ein wunderbarer Margenbringer.