Die Musikbranche treibt weiterhin die Entwicklung von Programmen voran, die Musikdownloads erschweren oder verhindern sollen. Dabei soll die Branche laut einem Bericht der „New York Times“ auch Sabotageakte gegen die Rechner von Tauschbörsennutzern in Betracht ziehen. Unter Berufung auf nicht namentlich genannte Branchenmanager erklärt das Blatt, dass die Plattenfirmen verschiedene Technologiedienstleister mit der Entwicklung von Programmen beauftragt habe, die zum Beispiel die Online-Verbindung von Nutzern blockieren, laufende Anwendungen auf deren Rechnern einfrieren oder deren Musikdatenbank auf möglicherweise illegal kopierte Files durchsuchen und diese löschen sollen. Nach Recherchen der „NYT“ sei dieses letzte Programm aber noch nicht einsatzfähig, da es auch legale Musikdateien gelöscht habe. „Es gibt so viele Dinge, die man tun kann – und manche davon sind ziemlich böse“, sagte Overpeer-CEO Marc Morgenstern dem Blatt. Mit 15 Mitarbeitern soll Overpeer einer der größten Software-Entwickler sein, den die Musikbranche derzeit mit solchen Aufgaben am Rande der Legalität betraut. Laut Morgenstern ist seine Firma aber nicht daran interessiert, bestehende Gesetze zu verletzen. „Unsere Philosophie ist es, Downloads aus illegalen Quellen zu einer schwierigen und frustrierenden Erfahrung zu machen, ohne dabei diese Grenze zu überschreiten.“
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