Recorded & Publishing

Musikbranche will Leistungsschutz verlängern

Vertreter der europäische Musikbranche wollen die Leistungsschutzrechte für Musikaufnahmen von 50 Jahren verlängert sehen. Am liebsten auf das US-Niveau von 95 Jahren. In Großbritannien gibt es bereits einen Vorstoß der BPI, hier zu Lande soll bald eine Initiative folgen.

Vertreter der europäische Musikbranche wollen die Leistungsschutzrechte für Musikaufnahmen von derzeit 50 Jahren verlängert sehen. Am liebsten auf das in den USA gültige Niveau von 95 Jahren. In Großbritannien gibt es bereits einen Vorstoß des nationalen Branchenverbands: BPI-Chairman Peter Jamieson will die britische Regierung davon überzeugen, sich auf der europäischen Bühne für eine entsprechende Änderung stark zu machen. Als Aufhänger dient ihm dabei der aktuelle Fall der ersten Single von Elvis Presley, „That’s All Right“, deren Leistungsschutzrecht im Januar 2005 ausläuft. Und schon ab dem Jahr 2013 seien dann die Beatles an der Reihe. Auch in Deutschland soll bald eine entsprechende Initiative folgen, erklärt Phonoverbands-Syndikus Dr. Thorsten Braun auf Nachfrage von musikwoche: „Die Leistungsschutzrechte liegen hier zu Lande bei 50 Jahren und in der Tat werden bald viele populäre Aufnahmen gemeinfrei, oft noch zu Lebzeiten der Künstler.“ In diesem Fall seien Interpreten schlechter gestellt als etwa Komponisten, deren Schutzrechte erst 70 Jahre nach dem Tod auslaufen. Mehr zum Thema