In der allgemeinen Aufregung um die von Sony BMG verwendete Kopierschutzsoftware XCP tauchen nun Virenschreiber als Trittbrettfahrer auf. Sie verschicken ein bösartiges Computervirus, das als Nachricht der Musikwirtschaft getarnt ist. Dabei soll es sich mit W32.SoberX um eine Variante des Sober-Wurms handeln.
In der E-Mail, die bislang vor allem in der Schweiz, Deutschland und Österreich kursiert, wird der Empfänger aufgefordert, eine angehängte Datei zu öffnen. Im Text heißt es, dass der Inhalt des Rechners beschlagnahmt und als Beweismittel sichergestellt werde. Durch die Ausführung des Anhangs gelangt das Virus auf den Computer.
Der Branchenverband IFPI, der seit kurzem Instant Messages an P2P-Nutzer verschickt, warnt nun ausdrücklich vor den E-Mails. „Raubkopierer, die eine Klage der Musikwirtschaft fürchten müssen, bekommen die Schreiben ausschließlich per Post zugestellt. E-Mails mit diesem Titel sollten daher ohne Bedenken gelöscht werden“, betont die IFPI Schweiz. Das Bundeskriminalamt rät ebenfalls dazu, die Mails sofort zu löschen und einen Virenscanner über den PC laufen zu lassen.





