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Musikbranche trauert um Chester Bennington

Der Tod von Chester Bennington, Sänger der US-Band Linkin Park, sorgt in der Musikszene für Bestürzung. Der Künstler war am 20. Juli in seinem Haus in Los Angeles leblos aufgefunden worden, er wurde nur 41 Jahren alt.

Der Tod von Chester Bennington, Sänger der US-Band Linkin Park, sorgt in der Musikszene für Bestürzung. Der Künstler war am 20. Juli in seinem Haus in Los Angeles leblos aufgefunden worden, er wurde nur 41 Jahren alt.

Er sei „schockiert und untröstlich“, schrieb Linkin-Park-Mitglied Mike Shinoda, als er via Twitter den Tod von Chester Bennington bestätigte.

„Wir sind bestürzt, fassungslos und unsagbar traurig über die tragische Nachricht von Chesters plötzlichem und viel zu frühem Tod“, sagt Bernd Dopp, Chairman & CEO Warner Music Central Europe: „Millionen von Musikfans auf der ganzen Welt trauern mit uns um einen der größten und charismatischsten Sänger unserer Zeit. Wir verlieren nicht nur einen großartigen Künstler, sondern auch einen Freund und Partner. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und bei der Band.“

Im Namen der Grammy-Familie zeigt sich auch Neil Portnow, President & CEO der Recording Academy als Veranstalter des US-amerikanischen Musikpreises, zutiefst traurig über den Tod des zweimaligen Grammy-Siegers Chester Bennington. Portnow lobt den Künstler als einen „hochkarätigen Lead-Sänger“ und beeindruckenden Songwriter, was ihn zusammen mit einer „fesselnden Bühnenpräsenz“ zu einem „wahren Hard-Rock-Helden“ mit Millionen Fans weltweit gemacht habe.

Portnow streicht zudem heraus, dass sich Chester Bennington 2013 bei einem Benefizkonzert der MusiCares-Stiftung der Grammy-Organisatoren in den Dienst der guten Sache gestellt habe, um mit weiteren Vertretern der Musikszene Spendengelder für die Behandlung von Suchtproblemen zu sammeln: „Wir haben ein wirklich dynamisches Mitglied der Musikgemeinschaft verloren und unser herzliches Beileid geht an Chesters Familie, seine Freunde, Mitstreiter und alle, die er mit seiner Arbeit beeinflusst hat.“

Mit Linkin Park trat Chester Bennington hierzulande noch im Juni 2017 bei den Zwillingsfestivals Hurricane und Southside auf, die zusammen 138.000 Besuchern anzogen. Im Frühjahr stand die hierzulande vierfach Echo-prämierte Formation, die mittlerweile weltweit über 50 Millionen Alben verkaufte, auch bei der Echo-Verleihung in Berlin live auf der Bühne, wenig später stieg die Band mit ihrem jüngsten Album, „One More Light“, auf Position drei in die Offiziellen Deutschen Charts ein – gleich hinter Rammstein in der ersten und Helene Fischer in der zweiten Chartswoche. In der US-Heimat zelebrierten Linkin Park mit ihrem siebten Studioalbum derweil bereits ihre sechste Nummer eins.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe fordert derweil Medien hierzulande zu einer verantwortungsvollen Berichterstattung über Suizide auf, verweist dabei zum Beispiel auf mögliche Unterstützung der Telefonseelsorge und nennt die professionelle Behandlung von Depressionen als die wichtigste Maßnahme, um Suizide zu verhindern.