Recorded & Publishing

Musikbranche diskutiert frühere VÖ-Termine

In die Diskussion um den Montag als traditionellen VÖ-Tag kommt Bewegung: Der Bundesverband Phono bestätigte Gespräche, nach denen künftig ein VÖ-Termin kurz vor dem Wochenende angepeilt werde. Der Charts- & Marketingausschuss soll die Änderung binnen der nächsten 14 Tage erneut erörtern.

In die Diskussion um den Montag als traditionellen VÖ-Tag kommt Bewegung: Der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft bestätigte Gespräche in den Verbandsgremien, nach denen künftig ein Erscheinungstermin kurz vor dem Wochenende angepeilt werde. „Das Thema soll in den nächsten 14 Tagen in den Gremien diskutiert und konkretisiert werden“, bestätigte Bundesverbands-Sprecher Hartmut Spiesecke. In diese Gespräche sei auch Media Control als Charts-Ermittler im Auftrag des Bundesverbands Phono eingebunden. Ähnliches hatte Warner-Manager Alexander Maurus als Vorsitzender des Charts- & Marketingausschusses dem „Billboard“ verraten.

Die Musikwirtschaft, so war zu hören, diskutiere derzeit eine konzertierte Aktion. Demnach könnte der traditionelle VÖ-Termin am Montag bereits zur Popkomm Mitte September Geschichte sein. Logistisch dürfte das Thema die Plattenfirmen vor keine allzu großen Hürden stellen: Wichtige Neuerscheinungen gelangen zumeist vor dem Wochenende in den Handel, bleiben allerdings mit entsprechenden Sperrvermerken, den so genannten In-Store-Dates, in den Lagern der Läden stehen.

Teile des Handels fordern angesichts der Branchenkrise schon länger, die umsatzstarken Einkaufstage am Wochenende zur Präsentation der zugkräftigen Neuveröffentlichungen zu nutzen. In der Filmwirtschaft ist das selbstverständlich: Neue Filme kommen zumeist am Donnerstag in die Kinos, die ersten Erfolge werden am Startwochenende gemessen.