RealNetworks ist nicht mehr weit davon entfernt, der erste rentable Anbieter von digitalen Musikabos zu werden. Das Unternehmen bilanziert das Jahr 2004 erfolgreicher als erwartet – mit steigenden Umsätzen und sinkenden Verlusten. Der Jahresumsatz stieg um 32 Prozent auf 266,7 Mio. Dollar, der Nettoverlust betrug 23 Mio. Dollar. Zieht man jedoch die Kosten für den mittlerweile gewonnenen Rechtsstreit mit Microsoft vom Ergebnis ab, verringert sich der Verlust auf nur noch 11,9 Mio. Dollar.
Das gleiche Bild auch im vierten Quartal: Der Umsatz stieg um 34 Prozent auf 72,5 Mio. Dollar, der Verlust fiel von 5,3 auf nur noch eine Mio. Dollar. Nach Abzug der juristischen Kosten bleibt sogar ein Nettogewinn von zwei Mio. Dollar. Die größten Stützen des Geschäfts waren der digitale Vertrieb von Musik und Games. Die Musikumsätze, die sowohl die Erlöse aus dem Download- und Abodienst Rhapsody als auch die Onlineradios umfassen, stiegen um 172 Prozent auf 21,6 Mio. Dollar. Das Gamesgeschäft wuchs um 156 Prozent auf 10,1 Mio. Dollar. Andere Bereiche entwickelten sich im Vergleich weniger gut: So gaben die Umsätze in allen weiteren Geschäftsfeldern inklusive Video und Software von 29,3 Mio. Dollar im Vorjahresquartal auf nunmehr 29,1 Mio. Dollar nach.
Für die Musikangebote konnte das Unternehmen inzwischen mehr als 700.000 Abonnenten gewinnen. Nach dem dritten Quartal waren es 625.000 und vor einem Jahr erst 350.000 zahlende Dauerkunden. Zum Vergleich: Konkurrent Napster kommt derzeit auf 270.000 Abonnenten und ist von schwarzen Zahlen noch weiter entfernt. In seinem Jahresausblick rechnet RealNetworks mit einem Umsatzzuwachs zwischen 16 und 20 Prozent auf 310 bis 320 Mio. Dollar.





