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Musik- und Filmindies nehmen Einfluss auf Unesco-Abkommen

Die europäischen Interessenverbände der unabhängigen Musik- und Filmindustrie appellieren an die Unesco. Ein Abkommen zum Schutz von Kulturgütern soll unabhängige Produzenten stärken. Impala und EFCA drängen nun auf internationale Rücksicht.

Die europäischen Interessenverbände der unabhängigen Musik- und Filmindustrie appellieren an die Unesco. Ein Abkommen zum Schutz von Kulturgütern und künstlerischem Ausdruck, das noch bis zum 14. Februar in Paris vorbereitet wird, soll unabhängige Produzenten stärken. Der Musikverband Impala und sein Filmpendant European Film Companies Alliance (EFCA) drängen deshalb darauf, dass die internationale Expertenkommission der Vereinten Nationen mehr Rücksicht auf die Indies nimmt. Dies sei dringend nötig, damit Independents durch die fortschreitende Globalisierung der Kreativindustrie nicht auf der Strecke bleiben. Schließlich seien es hauptsächlich die unabhängigen, lokal agierenden Firmen, die den gestalterischen Nachwuchs in den einzelnen Märkten hervorbringen.

In ihrem Forderungskatalog an die Experten der Unesco weisen Impala und EFCA darauf hin, dass die gegenwärtigen Marktstrukturen keineswegs gleiche Ausgangsbedingungen für alle Marktteilnehmer bieten. Dadurch würden Indies weiter an den Rand gedrängt. Im Filmbereich bestimmten sieben internationale Großkonzerne 80 Prozent des Weltmarkts, im Musikgeschäft sogar nur vier. Dies verenge für die Unabhängigen zusehends den Zugang zu Vermarktungs- und Vertriebskanälen und treibe die Marketingkosten weiter in die Höhe.