“Der Charts- und Marketingausschuss des Bundesverbands folgt diesem Vorschlag ohne Vorbehalte“, erklärt Dr. Carl Mahlmann, Director Planning bei EMI Recorded Music Germany und Mitglied des Ausschusses. Er bestätigte, dass die LP-Charts wohl ab Juni oder Juli erstmals auch Verkäufe von Musik-DVDs berücksichtigen werden. Kurz vor Ostern erteilte der Vorstand des Verbands dem Vorschlag sein Placet, nun überarbeiten die Prüfungsbeauftragten zusammen mit Media Control das Reglement für die Charts.
Das bedeutet, dass DVDs, deren Tracks mindestens zu 50 Prozent identisch sind mit den Songs einer zugehörigen CD, in den Charts als ein Titel gewertet würden und damit die Verkäufe beider Produkte zusammen zählten. „Warum sollen wir immer noch zwischen Audio- und Videoprodukten unterscheiden?“, fragt sich Mahlmann. Intelligenter sei eine Unterscheidung zwischen Musik und Nichtmusik.
Bis zur Einführung dieser neuen Regelung will der Verband prüfen, inwieweit die Mindestpreisregelung und die Statuten für die Vergabe von Gold- und Platinauszeichnungen betroffen sind. Die Musik-DVD-Charts werden weiter als so genannte Davon-Charts ermittelt. Bei den Singles zählen DVDs bereits seit dem Frühjahr 2001 für die Top 100.






