Trotz der weltweiten Marktführerschaft von Universal Music International mit einem Marktanteil von knapp 25 Prozent verliert die Musiksparte innerhalb des Vivendi Universal-Konzerns zunehmend an Bedeutung. So trug Universal Music 2003 – nach 27 Prozent im Jahr 2002 – nur mehr zwei Prozent zum Gesamtergebnis des Unternehmens bei. Analysten zufolge liegt der konzerninterne Statusverlust der Musik neben der Krise des Musikgeschäfts und strategischer Fehler auch an einer grundsätzlichen Neuausrichtung von Vivendi. So bewegte sich das Unternehmen, seitdem Jean-René Fourtou den Vorsitz von Jean-Marie Messier übernahm, mehr in Richtung von Geschäftssparten, die höheren Gewinn versprechen, wie etwa mobile Telefondienste. In einem Interview wollte sich Jorgen Larsen, CEO von Universal Music International, aber nicht über zu wenig Unterstützung von Seiten der Konzernmutter beklagen. Er sei sehr erfreut über die Zusammenarbeit, merkte aber zugleich an: „Die Konzernspitze wird nicht mehr von der Hoffnung geleitet, dass Musik der Stoff ist, der das Unternehmen zusammenhält.“ Die Entwicklung des ersten Quartals, in dem Universal Music ein Umsatzminus von elf Prozent verzeichnen musste, bezeichnet Larsen als „sehr unbefriedigend“. Analysten führen die Krise auch darauf zurück, dass die Firma in der Vergangenheit zuviele Künstler unter Vertrag nahm und sie deswegen nicht mehr Erfolg versprechend vermarkten konnte.
Musik büßt bei Vivendi an Status ein
Trotz der weltweiten Marktführerschaft von Universal Music International mit einem Marktanteil von knapp 25 Prozent verliert die Musiksparte innerhalb des Vivendi Universal-Konzerns zunehmend an Bedeutung.






