Stein und Selleneit wiesen auf die internationalen Erfolge des Titels „Mambo No. 5“ von Lou Bega hin – ein Beweis, dass deutsche Produktionen im Ausland erfolgreich sein können. Das Album verkaufte allein in Amerika 3,4 Millionen Einheiten. Selleneit betonte aber, „dass wir doppelt so stark sein müssen, wenn wir uns im Ausland durchsetzen wollen“. Stein machte deutlich, dass die Konsumenten in den USA „uns so wenig brauchen wie ein Loch im Kopf“ und äußerte deutliche Kritik an einheimischen Künstlern.
499.000 von 500.000 amerikanischen Künstlern seien fleißiger als ihre deutschen und europäischen Kollegen. Während die einen jahrelang quasi ohne Geld zu verdienen durchs Land touren, würden Musiker aus unseren Gefilden „immer erster Klasse fliegen und dazu eiskalte Cola serviert haben wollen“. Insofern stelle sich also nicht immer die Frage nach den Inhalten der Musik, sondern eher nach der Leidensbereitschaft und der Mentalität der Agierenden. Für Stein macht es mehr Sinn, ein gemeinsames, europäisches Exportbüro zu gründen, als eine nationale Lösung anzustreben.
Peter James vertraut in Export-Fragen hauptsächlich auf kleine und mittelständische Unternehmen, die sogenannten KMUs. In der Diskussion, die von Michael Bisping, Vorstandsmitglied des IDKV und Geschäftsführer von A.S.S. Concert & Promotion geleitet wurde, prägte Peter James den Slogan: „Die Kleinen sind unsere Zukunft – das gilt in der Familienpolitik ebenso wie in der Musikbranche.“ Einig waren sich alle Teilnehmer, dass in Deutschland das Augenmerk auch auf die Ausbildung gelegt werden müsse. So wird laut Stein beispielsweise der Musikunterricht in den Schulen vernachlässigt.






