Recorded & Publishing

Musicland will Kunden in Lounges locken

Die mitten im Sanierungsprozess steckende US-Handelskette Musicland will ihre rund 900 Filialen am Vorbild von Starbucks und Barnes & Noble ausrichten. Der Kauf von Musik soll in Digital-Lounges wieder zu einem besonderen Erlebnis werden.

Die mitten im Sanierungsprozess steckende US-Handelskette Musicland will ihre rund 900 Filialen am Vorbild von Starbucks und Barnes & Noble ausrichten. Der Kauf von Musik soll in Digital-Lounges wieder zu einem besonderen Erlebnis werden. Die Kette unterhält Outlets unter den Markennamen Sam Goody, Media Play und Suncoast Motion Picture, in denen neben CDs auch andere Entertainment-Produkte wie DVDs, Bücher oder Merchandise verkauft wird. Eric Weisman, seit rund einem Jahr neuer Chef bei Musicland, will nun frischen Wind in seine Läden bringen. „Im Einzelhandel muss man seinen Kunden laufend Innovationen präsentieren. Bei Musicland blieben diese Erneuerungen schon seit ein paar Jahren aus.“ Nun will man sich ein Beispiel an der Konkurrenz nehmen: Bei der Buchhandelskette Barnes & Noble gehört der Kaffeegenuss in Verbindung mit Lesestoff seit Jahren zum guten Ton. Bei Amerikas größtem Kaffeehaus, Starbucks, gibt es CDs und seit neuestem auch Selbstgebranntes zu kaufen. Dieses Konzept der zwanglosen Lounge sollen künftig auch die Musicland-Filialen aufgreifen. In diesen bequemen Ecken wird es dann Hör- und Download-Stationen geben, auch Brennkioske sind im Gespräch. Doch nichts soll den Besucher zum Kauf nötigen. Vielmehr soll er in aller Ruhe Musik für sich entdecken können. Die Lounges würden – so die Hoffnung der Musicland-Sanierer – von den Kunden als imaginäre Erweiterung des heimischen Wohnzimmers empfunden. Wenn Besucher erst einmal das bequeme Downloaden für sich entdecken, dann kaufen sie auch vom heimischen PC aus bei Musicland ein.

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