Recorded & Publishing

Musicland beantragt Gläubigerschutz

Die finanziell angeschlagene US-Handelskette Musicland hat Gläubigerschutz beantragt. Erst Mitte Dezember hatte das Unternehmen die komplette Abwicklung seiner 61 Media-Play-Filialen angekündigt. Nun drohen weitere Schließungen.

Die finanziell angeschlagene US-Handelskette Musicland hat am 12. Januar bei einem Insolvenzgericht in New York Gläubigerschutz unter Chapter 11 beantragt. Damit ist das zahlungsunfähige Unternehmen vorerst vor Forderungen seiner Gläubiger geschützt und kann mit Unterstützung eines Bankenkonsortiums weiter arbeiten. Die Finanziers um das Bankhaus Wachovia gewährten Musicland ein so genanntes Debtor-in-Possession-Darlehen in Höhe von 75 Mio. Dollar, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Anfang Dezember hatte zunächst Jack Chadsey als Chairman & CEO von Musicland nach nur acht Wochen im Amt das Handtuch geworfen. Mitte Dezember hatte das Unternehmen dann die komplette Abwicklung seiner 61 Media-Play-Filialen angekündigt. Nun drohen aller Voraussicht nach weitere Schließungen. Die Kette mit ursprünglich rund 870 Einzelhandelsniederlassungen in den USA wird unter Umständen nach Abschluss der Sanierung mit nur noch rund 400 Filialen der Handelsmarken Sam Goody und Suncoast überleben können, spekulieren Beobachter.

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