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Music.com bietet Künstlern 80 Prozent für Digitalverkäufe

Mit einem für Künstler besonders günstigen Tarif versucht die Firma Music.com im digitalen Geschäft Fuß zu fassen. Im Rahmen des US-Branchentreffs SXSW stellte Music.com ein Downloadverkaufskonzept vor, das 80 Prozent des VKs den Künstlern zuführt.

Mit einem für Künstler besonders günstigen Tarif versucht die Firma Music.com im digitalen Geschäft Fuß zu fassen. Im Rahmen des US-Branchentreffs SXSW stellte Music.com ein Downloadverkaufskonzept vor, das 80 Prozent der Endverbraucherpreise den Künstlern zuführt.

Wer sich auf der Website, die sich als Web-2.0-Community für Musiker und Musikfans positioniert, als Künstler registriert, kann sein Profil auch mit einem Downloadshop versehen. Dieser kann neben Songtransfers auf Computer seine Ware auch mobil anbieten. Möglich sind dabei mobile Fulltrack-Downloads und Klingeltöne.

Für den Verkauf von stationären Downloads verlangt Music.com 18 Cents für Titel, die bis zu 99 Cents kosten. Wenn der Künstler mehr verlangen will, gehen 20 Prozent an Music.com. Bei einem 99-Cent-Download bleiben dem Anbieter also 81 Cents, wer beispielsweise 1,50 Dollar pro Song veranschlagt, hat nach dem Download 1,20 Dollar in der Kasse. Für mobile Transaktionen greift die 80-Prozent-Klausel abzüglich aller Kosten, die der jeweilige Mobilfunkprovider aufschlägt.

Prinzipiell unterstützt der Shop die vier großen US-Anbieter Cingular/at&t, Verizon, Sprint und T-Mobile. Klingeltonkunden können sich bei Music.com sogar aussuchen, wie lang der Rufton sein soll und aus welcher Portion eines Songs er bestehen soll. Für Musiker habe das Konzept noch einen weiteren Vorteil, ließ Music.com wissen: Im Gegensatz zu den meisten Downloaddienstleistern verlange man keine Aufnahme- oder Monatsgebühren, die die Einnahmen der Kreativen zusätzlich schmälern könnten.

Die Ausschüttung der Einnahmen soll bei Umsätzen von mehr als 25 Dollar pro Monat monatlich erfolgen. Wer weniger verkauft, erhält sein Geld quartalsweise ausbezahlt. Angesichts dieser Konditionen darf man annehmen, dass sich Music.com vorrangig an vertragslose Musiker wendet, für die keine Tantiemenabgaben anfallen.

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