Recorded & Publishing

Munns verlängert, Virgin schlingert

Zwei Wochen nach EMI-Chef Alain Lévy hat auch der zweite Mann beim britischen Major, David Munns, seinen Vertrag verlängert. Munns, der auch das Nordamerikageschäft von EMI leitet, hat indes Schwierigkeiten mit Virgin US.

Zwei Wochen nach EMI-Chef Alain Lévy hat auch der zweite Mann beim britischen Major, David Munns, seinen Vertrag verlängert. Munns, der auch das Nordamerikageschäft von EMI Recorded Music leitet, erhält US-Medienberichten zufolge einen neuen Fünfjahresvertrag. Finanzielle Details wurden bislang nicht bekannt. Obwohl Munns mit den EMI-Labels Capitol (Coldplay), Blue Note (Norah Jones) und S-Curve (Joss Stone) derzeit gute Ergebnisse in den USA einfährt, bereitet ihm offenbar die negative Entwicklung bei Virgin US Kopfzerbrechen. In den letzten beiden Jahren sank der Marktanteil von 3,6 auf 1,8 Prozent und die VÖs der Virgin-Stars Janet Jackson, Courtney Love oder Lenny Kravitz laufen weit unter den Erwartungen. Mit Pharrell Williams stellt sich einer der Virgin-Künstler sogar öffentlich gegen das Label: Die Firma habe die jüngste Platte seiner Band N.E.R.D. unter Wert verkauft und seit März nur magere 325.000 Einheiten abgesetzt. Beobachter fürchten nun, dass Virgin in den USA ein ähnliches Schicksal droht wie in Deutschland.

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