“Die DVD hat das Jahr gerettet“, erklärte Heiß im Gespräch mit musikwoche. „Nach Umsätzen konnten wir bei den DVDs in allen Bereiche um 75 Prozent zulegen, wobei die Zuwächse mit Film-DVDs höher ausfielen als mit Musik-DVDs.“ Nach Stückzahlen konnte Müller seine Verkäufe sogar „locker verdoppeln“. Allerdings räumt Heiß ein, dass es durch die wachsende Zahl an Filmtiteln zum Verkaufspreis von 9,99 Euro hier „doppeltes Handling bei nicht entsprechend steigenden Umsätzen“ gebe. So hätten allein in der sechsten Kalenderwoche elf der 20 bestverkauften DVDs zur Preisgruppe unter zehn Euro gezählt. „So wird es wahrscheinlich das ganze Jahr über laufen“, tippt Heiß.
Auch der Umsatz mit Musik-DVDs habe sich verdoppelt, allerdings trägt dieses Segment nur rund zehn Prozent zu allen DVD-Verkäufen bei Müller bei. „Vergleichen wir die Entwicklung hier mit der bei den Tonträgern, dann sehen wir, dass das der Musikbranche nicht wirklich hilft.“ Im Musikgeschäft musste Heiß dagegen allein bei den CD-Alben ein knapp zweistelliges Minus hinnehmen, der Bereich Maxi-CD brach trotz eines neuen Formats wie der PockIt-Disc gar um rund 25 Prozent ein.
Zu den bestverkauften Alben bei Müller zählte als Dauerbrenner „Fallen“ von Evanescence, zuletzt verkaufte zudem Dick Brave stark. Außerdem ständig unter den Top Ten bei Müller: das Debütalbum von Norah Jones. Hier rechnet Heiß im Anschluss an die VÖ des aktuellen Werks von Jones, „„Feels Like Home“, mit einem weiteren Schub: „Es wäre schön, wenn es jetzt mit dem neuen Album noch einmal so richtig abginge.“ Jones habe zudem Kunden in die CD-Abteilungen geführt, die dort sonst nicht regelmäßig zu Gast seien. Nach Umsätzen in der Multimedia-Abteilung rangiert bei Müller immer noch die Filiale im Münchner Tal vor dem Nürnberger Haus und vor Ulm. Die Umsatzzahlen des Vorjahres erreichte Müller dabei u. a. auch dank der fortschreitenden Expansion: Flächenbereinigt habe ein Minus von knapp fünf Prozent zu Buche geschlagen.






