“Die letzten beiden Jahre waren die bislang besten, die die derzeit in der Musikindustrie aktive Generation der Manager erleben durfte“, ordnet Mark Mulligan, Managing Director Midia Research, die Lage im internationalen Musikgeschäft ein. „Aber dennoch waren es zwei Jahre, die nur wenige Innovationen brachten.“ Streaming habe zwar das Geschäftsmodell der Musikwirtschaft neu definiert und auch, wie die gesamte Branche mit Daten und deren Analyse arbeite, in Hinblick auf die sogenannte User Experience aber sei die Entwicklung beinahe stehengeblieben. 2008 seien Downloads gerade der Hoffnungsträger gewesen, aber dennoch trat damals mit Spotify bereits ein Player an, das Downloadmodell abzulösen. „Aber wo ist heute das neue Ding, das an die Stelle des Streamings treten wird?“ Für Mulligan ist da noch nichts in Sicht. „Im Musikmarkt haben wir zum Beispiel in den USA 15 oder 16 Streamingdienste, die alle mit einem ähnlichen Geschäftsmodell arbeiten, von denen drei Viertel dieselben Preis punkte anbieten, den gleichen Katalog und ein sehr ähnliches Modell der Nutzerführung.“
Mulligan sieht Amazon in Deutschland als wichtigsten Wettbewerber von Spotify
Mark Mulligan stellte jüngst beim Reeperbahn Festival und den Indie Days des VUT Erkenntnisse über in die Entwicklung des Streaminggeschäfts vor. Im Gespräch mit MusikWoche richtet der Marktforscher den Blick auch auf den deutschen Markt.






