Ministry of Sound (MoS) gibt nicht nach. Im dritten offenen Brief innerhalb einer Woche beschwert sich das britische Label über den Independentverband AIM und fordert den Rücktritt der Impala-Funktionäre, die das die Fusion befürwortende Bündnis mit Warner Music ausgehandelt haben.
Die Tatsache, dass der AIM-Vorstand den Pakt zwischen dem europäischen Indie-Dachverband Impala und der Warner Music Group noch nicht abgesegnet habe, zeige, dass die britische Interessenvertretung der Independentfirmen in einer Krise stecke. Der Verband sei nicht in der Lage gewesen, einen Beschluss in dieser Angelegenheit zu fassen, weil Impala „eine völlig unverschämte Nachrichtensperre verhängt hat“, schreibt MoS-Geschäftsführer Lohan Presencer.
Impala habe AIM und die Indie-Szene in eine „ganz und gar unhaltbare Lage“ gebracht. „Da wurde eine Vereinbarung getroffen, bei der AIM keinerlei Mitspracherecht hatte. Und nun verweigert Impala den AIM-Mitgliedern auch noch Einsicht in die Details dieses Abkommens.“
MoS war nach Bekanntwerden des Pakts zwischen Impala und Warner aus Protest aus dem AIM ausgetreten und wirft dem Verband vor, Richtungsentscheidungen ohne Rücksprache mit seinen Mitgliedern getroffen zu haben.





