Recorded & Publishing

MOG vernetzt Musikfans

Mit der Web-2.0-Plattform MOG nimmt in diesen Tagen eine Mitmach-Community à la MySpace ihren Betrieb auf, deren Mitglieder sich ausschließlich aufgrund ihrer musikalischen Präferenzen miteinander vernetzen können. Ein Geschäftsmodell ist auch zu erkennen.

Mit der Web-2.0-Plattform MOG nimmt in diesen Tagen eine Mitmach-Community à la MySpace ihren Betrieb auf, deren Mitglieder sich ausschließlich aufgrund ihrer musikalischen Präferenzen miteinander vernetzen können. Das Unternehmen geht auf ein Konzept von David Hyman zurück, der früher als Marketingchef bei MTV Interactive und als CEO der Metadatenbank Gracenote gearbeitet hat.

MOG ermöglicht Nutzern die Erstellung eines persönlichen Profils, bei dem Hörgewohnheiten im Vordergrund stehen und als Kriterium zum Kennenlernen anderer Nutzer dienen. Als Mitglied der MOG-Gemeinde teilt man seinen Musikgeschmack öffentlich mit. Die kostenlose Software MOG-o-Matic, die man sich dazu vorher auf den Rechner laden muss, erkennt automatisch, welche Musik sich auf dem Computer befindet, welche Titel man am meisten hört und was davon auf den MP3-Player übertragen wird.

Zudem kann man manuell angeben, welche Musik abseits des Rechners gefragt ist und „man kann auch diese peinlichen Songs von Olivia Newton-John aus der Liste streichen“, erklärt Hyman. Von privaten Investoren hat er sich 1,4 Mio. Dollar Startkapital gesichert. Geld verdienen will MOG als Vermittler von Kunden an Onlinehändler. Schon jetzt linkt die Seite auf den iTUnes Music Store und zu Amazon.

MOG-Nutzer, die in den 30-Sekündern ihrer „Freunde“ Titel entdecken, die sie selbst besitzen wollen, werden automatisch zu den Einkaufsstellen gelotst. Ein Modell mit Zukunft, so Hyman, und verweist auf die Marktforscher von Gartner Research. Die haben ausgerechnet, dass im Jahr 2010 ein Viertel aller Musikkäufe im Internet direkt von Empfehlungsdiensten generiert sein werden.